Deutschland: DAX ringt mit der Rekordzone
Der DAX beendete den Donnerstag nach einer Serie von Quartalsvorlagen fester, zeigte sich am Freitag im Umfeld frisch veröffentlichter Inflationsdaten jedoch schwächer. Für den Handelsauftakt am Freitag wurde zunächst ein unaufgeregter, stabiler Start in Aussicht gestellt. Mit Blick auf den März bleibt das Januar-Hoch bei 25.507 Punkten die Marke, an der sich der Index orientiert, nachdem er am Freitag erneut oberhalb von 25.300 Punkten nicht weiterkam.
Deutschland: Umbau bei BASF, Kursziele und ein Robotik-Pilot bei BMW
BASF verschärft den laufenden Sparkurs und stellte den Abbau von 4.800 Stellen in Aussicht. Im Analystenbild blieb UBS bei „Neutral“ und nannte 48 Euro als Ziel, Barclays hielt an „Underweight“ fest und veranschlagte 40 Euro.
Puma erhielt von UBS eine Anhebung des Kursziels auf 23 Euro nach zuvor 19,60 Euro, während das Votum „Neutral“ unverändert blieb.
Bei BMW wurden am Standort Leipzig humanoide Roboter erprobt; vorgesehen ist ein Pilot im Sommer, eingesetzt werden soll dabei nur eine einstellige Anzahl an Einheiten des Anbieters Hexagon.
Deutschland: Telekom-Fantasie bei 1&1, Deutsche Telekom mit Richtungswechsel
Im deutschen Telekom-Umfeld sorgten Spekulationen über einen möglichen Einstieg von Telefónica für deutliche Kursimpulse bei 1&1 und United Internet. Barclays bestätigte 1&1 mit „Equal Weight“ und einem Kursziel von 19 Euro. Die Deutsche Telekom drehte nach der Vorlage von Jahreszahlen zunächst aus einem Plus ins Minus, tauchte am Freitag aber wieder unter den stärkeren Werten im DAX auf.
Europa: Versicherer und Schwergewichte im Research-Fokus
Die DZ Bank beließ Munich Re auf „Kaufen“ und setzte den fairen Wert auf 640 Euro.
In der Schweiz meldete Swiss Re einen Rekordüberschuss von knapp 4,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 4,0 Milliarden Euro, der laut Bericht fast das Anderthalbfache des Vorjahres erreichte und sowohl die eigene Zielsetzung als auch Markterwartungen übertraf. Trotz rückläufiger Preise legte die Aktie zu. Gleichzeitig stellte Swiss Re eine höhere Dividende sowie umfangreiche Aktienrückkäufe in Aussicht. UBS blieb nach den Zahlen bei „Neutral“ mit 135 Franken Kursziel und verwies darauf, dass das Nettoergebnis 4% über dem Konsens gelegen habe.
Aus dem europäischen Analystenstrom: UBS erhöhte London Stock Exchange auf 11.500 Pence nach zuvor 11.000 Pence und bestätigte „Buy“. Deutsche Bank Research hob Schneider Electric bei „Buy“ von 275 auf 300 Euro an. UBS setzte Santander bei „Buy“ von 11,70 auf 12,20 Euro herauf. JPMorgan erhöhte bei Eni das Ziel von 17,00 auf 17,50 Euro, hielt jedoch am Urteil „Underweight“ fest.
Europa: Rüstungs- und Industriewerte, Airlines und Autos im Blick der Analysten
Bernstein bestätigte Rheinmetall mit „Outperform“ und einem Kursziel von 2.050 Euro. RBC hielt bei Airbus an „Outperform“ fest und nannte 225 Euro als Ziel.
JPMorgan erneuerte für Alstom das Rating „Overweight“ und setzte 34,30 Euro als Kursziel an. Berenberg reduzierte bei Saint-Gobain das Ziel von 110 auf 105 Euro, ließ „Buy“ jedoch stehen. Für Valeo kamen zwei Einschätzungen: Barclays bestätigte „Equal Weight“ mit 11 Euro, Bernstein blieb bei „Market-Perform“ und erhöhte das Kursziel von 11 auf 13 Euro.
UBS bestätigte nach Zahlen IAG mit „Sell“ und 370 Pence Kursziel sowie Stellantis mit „Buy“ und einem Ziel von 9,70 Euro.
USA: Futures unter Druck, S&P 500 gibt am Donnerstag nach
An der Wall Street belasteten am Freitag Hinweise auf eine mögliche Zuspitzung im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran die Stimmung; dazu kamen überraschend hohe US-Erzeugerpreise, die die Futures zusätzlich drückten. Vorbörslich wurde der Dow mit mehr als 550 Punkten im Minus beschrieben, auch S&P 500 und Nasdaq zeigten sich schwächer.
Der S&P 500 schloss am Donnerstag 0,54% tiefer bei 6.909 Punkten. In der Marktbreite standen 347 Gewinnern 150 Verlierer gegenüber, das Aufwärtsvolumen entsprach 52% des Gesamtvolumens; zudem zog der VIX an, ohne dass ein Stand genannt wurde.
USA: CoreWeave fällt, Block steigt nach Stellenabbau, Netflix springt
CoreWeave geriet nach Quartalszahlen stark unter Druck. Tesla wurde im Zusammenhang mit einer angekündigten Europa-Offensive für Robotaxi und Roboter sowie dem Plan, vollautonomes Fahren nach Europa zu bringen, als leicht schwächer eingeordnet.
Block stellte den Abbau von mehr als 4.000 Stellen in Aussicht; laut Bericht entspricht das nahezu der Hälfte der Belegschaft, während die Aktie deutlich zulegen konnte. Netflix wurde im US-Marktupdate mit einem Kurssprung hervorgehoben, ohne konkrete Prozentangabe.
Berkshire Hathaway legt am 28. Februar Geschäftszahlen vor; im Mittelpunkt stand im Vorfeld insbesondere Greg Abel.
Asien: Batteriepass-Projekte bei CATL und BMW, Trip.com mit Umsatzplus
CATL und BMW vereinbarten eine Absichtserklärung, um ihre Zusammenarbeit über Pilotprojekte zum Datenaustausch für grenzüberschreitende Anforderungen rund um den Batteriepass auszubauen. Trip.com berichtete für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 einen Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich, ohne konkrete Umsatz- oder Ergebnisgrößen zu nennen.
Rest der Welt: Novo Nordisk stürzt nach Studiendaten, Analysten bleiben vorsichtig
Novo Nordisk geriet nach enttäuschenden Studiendaten massiv unter Druck und verlor 21%. Barclays bestätigte die Einstufung „Equal Weight“ und nannte 270 DKK als Kursziel.
Newmont verwies zum Jahresauftakt 2025 auf robuste Ergebnisse und führte dies unter anderem auf höhere Goldpreise sowie strategische und milliardenschwere Investitionen trotz rückläufiger Produktion zurück, ohne Zahlen auszuweisen.
