Deutschland: Strategische Signale und gemischte Kursreaktionen
Siemens Energy adressierte auf der Hauptversammlung in Berlin die Perspektiven der Windtochter Gamesa: Bis spätestens 2028 soll nach Darstellung des Konzerns sichtbar werden, dass Margen im zweistelligen Bereich erreichbar sind; eine Abspaltung wurde dabei als aktuell nicht vorgesehen eingeordnet. Die Aktie wurde im Umfeld der Versammlung als nahe an einem Rekordstand bezeichnet, ohne dass ein konkreter Kurs genannt wurde. Bei der Deutschen Telekom wurde nach einem Umsatzanstieg weiteres Wachstum für das laufende Jahr in Aussicht gestellt; im Handelsverlauf rutschte die Aktie jedoch ins Minus, ohne dass die Größenordnung beziffert wurde. NFON legte vorläufige Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor: Der Umsatz stieg um 2,0% auf 89,1 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA legte um 2,4% zu. Brockhaus Technologies erhielt von den Aktionären das Mandat zum Verkauf der Beteiligung an der Bikeleasing-Gruppe an DECATHLON PULSE SAS; für Bikeleasing wurde dabei ein Enterprise Value von 525 Mio. Euro genannt.
Europa: Zahlen, Eigentümerwechsel und Analystenurteile im Mittelpunkt
Munich Re reagierte nach der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 deutlich schwächer: Zeitweise lag das Minus bei rund 4%, später reduzierte sich der Abschlag auf weniger als 2%. Im Anschluss an die Zahlen zum vierten Quartal 2025 bestätigte RBC das Votum „Sector Perform“ bei einem Kursziel von 600 Euro; Barclays blieb bei „Overweight“ mit 613 Euro, Goldman Sachs bekräftigte „Neutral“ und setzte 574 Euro an. Scout24 stand zugleich wegen Analystenkommentaren und vorläufiger 2025-Zahlen im Fokus: UBS hielt an „Buy“ fest und nannte 102,60 Euro, Barclays bestätigte „Overweight“ mit 131 Euro; trotz deutlich höherem Umsatz und Gewinn fiel die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief. Stellantis meldete für das abgelaufene Jahr einen Verlust von 22,3 Mrd. Euro und verwies zur Begründung auf hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit der Elektroauto-Strategie. LVMH berichtete, dass die Arnault-Familie mittlerweile mehr als die Hälfte des Kapitals hält. Weitere Einschätzungen im europäischen Universum: Goldman Sachs bestätigte Argenx mit „Buy“ und 780 Euro, Barclays blieb bei Argenx auf „Overweight“ und 880 Euro. RBC ließ Rolls-Royce auf „Outperform“ mit einem Ziel von 1450 Pence. UBS bestätigte AB Inbev mit „Buy“ und 77 Euro sowie Axa mit „Buy“ und 45 Euro; RBC hielt Axa unverändert auf „Outperform“ und 48 Euro. Goldman Sachs bestätigte Puma mit „Buy“ und 28 Euro sowie Flatexdegiro mit „Buy“ und 43 Euro; bei Air Liquide erhöhte Goldman Sachs das Kursziel von 179 auf 182 Euro und blieb bei „Buy“. Barclays beließ die Deutsche Telekom auf „Overweight“ mit 38,50 Euro und bestätigte Hensoldt mit „Equal Weight“ und 97 Euro.
USA: Uneinheitliche Indizes, Tech-Schwergewichte und starke Einzelbewegungen
An der Wall Street zeigte sich kurz nach der Eröffnung kein einheitlicher Trend: Der Dow Jones legte um 0,4% auf 49.691 Punkte zu, der S&P 500 gab 0,1% nach und der Nasdaq Composite verlor 0,5%. Bei Nvidia wurden Kursverluste als auffällige Bewegung genannt, obwohl das Unternehmen mit seinen Zahlen die Erwartungen übertroffen hatte; mehrere Analysten bestätigten daraufhin Kaufempfehlungen, Barclays blieb bei „Overweight“ und setzte das Kursziel auf 275 US-Dollar. Fastly wurde als Edge-Cloud-Anbieter mit einer Entwicklung hin zu besserer Profitabilität beschrieben; zudem wurden um 55% höhere Auftragsbestände hervorgehoben. Goldman Sachs senkte bei Salesforce das Kursziel von 330 auf 281 US-Dollar, hielt jedoch am Rating „Buy“ fest. JPMorgan bestätigte Apple mit „Overweight“ und einem Kursziel von 325 US-Dollar. Coinbase sprang um 13%. Uber Technologies kündigte eine Kooperation mit Joby Aviation für Flugtaxi-Angebote in Dubai sowie in weiteren Ländern an, ohne finanzielle Parameter zu nennen. American Bitcoin meldete für das vierte Quartal einen Verlust von 59 Mio. US-Dollar.
Asien: Baidu mit erwartungskonformen Zahlen, Aktie dennoch unter Druck
Baidu veröffentlichte Quartalszahlen, die in Summe die Erwartungen erfüllten. Im europäischen Handel fiel die Aktie in einer ersten Reaktion um knapp 3%; als Belastung wurden Aussagen zur Chip-Einheit Kunlunxin genannt.
Rest der Welt: Unternehmensmeldung aus Skandinavien
Nel ASA berichtete für das vierte Quartal 2025 von rückläufigen Umsätzen und einem deutlichen Ergebnisrückgang, gleichzeitig wurde ein spürbar höherer Auftragseingang hervorgehoben. Als Kennzahl nannte das Unternehmen Erlöse aus Kundenverträgen von 330 Mio. NOK. Zudem wurde mitgeteilt, dass Abschreibungen den Verlust im Gesamtjahr 2025 stark ansteigen ließen, ohne die absolute Höhe zu beziffern.
