Deutschland: Leitindex gibt nach, Einzeltitel im Analystenfokus
Im frühen Handel am Dienstag rutschte der DAX unter die Marke von 25.000 Punkten. Als Belastung wurden im Bericht unter anderem Zollthemen sowie geopolitische Faktoren angeführt.
Bei Fresenius Medical Care setzte nach vorgelegten Kennzahlen spürbarer Verkaufsdruck ein; der Gewinnausblick wurde als nicht überzeugend beschrieben. UBS hielt an „Sell“ fest und nannte ein Kursziel von 38 Euro. Bei RWE blieb Barclays bei „Overweight“ und 60 Euro. Bernstein erhöhte das Kursziel für Daimler Truck von 30 auf 34 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Underperform“.
Warburg bestätigte Cewe nach Zahlen für Q4/2025 mit „Buy“ und einem Ziel von 140 Euro; ebenfalls unverändert „Buy“ und 145 Euro gab es von Warburg für Elmos Semiconductor. Jefferies blieb vor Q4/2025 bei der DHL Group bei „Buy“ und 60 Euro. Für MTU Aero Engines lagen die Zielmarken bei unveränderten Voten weit auseinander: Goldman Sachs nannte „Neutral“ mit 370 Euro, UBS ebenfalls „Neutral“ mit 400 Euro, Berenberg sah „Buy“ mit 450 Euro und Barclays blieb bei „Equal Weight“ mit 430 Euro. Bei Hamborner REIT hielt Berenberg trotz einer Zielkürzung von 8 auf 7 Euro an „Buy“ fest; Warburg bestätigte ebenfalls „Buy“ mit 7 Euro.
Indus legte vorläufige Eckdaten für 2025 vor: Der Umsatz wurde mit 1,74 Mrd. Euro angegeben nach 1,72 Mrd. Euro im Vorjahr, das adjusted EBITA mit 147,8 Mio. Euro nach 153,7 Mio. Euro, die adjusted-EBITA-Marge mit 8,5%. Zudem nahm die Sirma Group Holding ein Dual Listing an der Deutschen Börse auf und wird künftig im Prime Standard geführt. Bei TUI wurde im Bericht ein Rückgang unter als relevant bezeichnete Kursniveaus beschrieben; zusätzlich wurden nachlassende Buchungen als Gegenwind genannt. Als politischer Rahmen wurden Pläne von US-Präsident Donald Trump für weltweite Importzölle von bis zu 15% sowie die vorläufige Aussetzung eines ausgehandelten Zollarrangements mit den USA durch das EU-Parlament genannt.
Europa: Kursziele und Branchenimpulse
Bernstein hob das Kursziel für Volvo von 270 auf 290 SEK an und beließ die Bewertung bei „Market-Perform“. Barclays erhöhte bei Air France-KLM das Kursziel von 9,90 auf 11 Euro, hielt aber an „Underweight“ fest. Zudem bestätigte Barclays Wolters Kluwer mit „Overweight“ und 127,50 Euro sowie H&M mit „Underweight“ und 162 SEK. In Frankreich meldete Ampere, eine Renault-Tochter, eine Entwicklungsvereinbarung mit Basquevolt, die die Entwicklung und Validierung von Lithium-Metall-Batterien für kommende Elektrofahrzeuge beschleunigen soll.
USA: Volatile Indizes, Zollstreit und markante Einzelnachrichten
Zum Wochenauftakt verlor der S&P 500 1,04% und schloss bei 6.838 Punkten. Im Marktbreitenbild standen 174 Gewinner 324 Verlierern gegenüber; 64% des gehandelten Volumens entfielen auf fallende Werte. Der Volatilitätsindex VIX stieg um 1,92 Punkte auf 21,01, begleitet von 42 neuen 52‑Wochen-Hochs und 17 neuen Tiefs. Der Dow Jones Industrial markierte im späten Handel ein Drei-Wochen-Tief bei 48.731 Punkten; als Unterstützungszonen wurden 48.731, 48.600 sowie 48.404–48.469 genannt, während Widerstandsbereiche bei 48.934–49.024, 49.084 und 49.158–49.200 verortet wurden.
Nach dem starken Rücksetzer zu Wochenbeginn stabilisierte sich die Wall Street am Dienstag kurz nach Handelsbeginn. AMD legte laut Bericht im vorbörslichen Handel zweistellig zu, nachdem Meta künftig neben Hardware von Nvidia auch Chips von AMD einsetzen will. JPMorgan bezifferte den Wertverlust im Software-Segment auf rund 2 Billionen US-Dollar und sprach vom stärksten Rückgang außerhalb einer Rezession seit mehr als drei Jahrzehnten; zugleich wurden von der Bank als „KI-resilient“ bezeichnete Softwarewerte hervorgehoben. JPMorgan hob außerdem das Kursziel für McDonald’s von 305 auf 325 US-Dollar an und bestätigte „Overweight“.
Zu den Unternehmensmeldungen zählte First Watch mit Angaben für 2025: Der Umsatz stieg um 20,3% auf 1,2 Mrd. US-Dollar, der Systemumsatz um 16,1% auf 1,4 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn wurde mit 19,4 Mio. US-Dollar ausgewiesen und das Adjusted EBITDA mit 120,9 Mio. US-Dollar. Zudem wurden 64 Neueröffnungen in 23 Bundesstaaten genannt sowie ein angekündigter Ausblick für 2026. Sanofi und Regeneron erhielten in den USA eine Zulassung für Dupixent bei allergischer Pilz-Rhinosinusitis (AFRS).
Auf der handelspolitischen Seite traten weltweit geltende Importzölle von 10% in Kraft; zusätzlich wurde eine spätere weitere Anhebung in Aussicht gestellt. FedEx reichte in Washington Klage gegen die Regierung ein und verlangte die vollständige Erstattung bereits entrichteter Importzölle, nachdem der Supreme Court die Gebühren kürzlich als rechtswidrig eingestuft hatte. Bei Reitar Logtech Holdings (NASDAQ: RITR) wurde ein unverbindliches Memorandum of Understanding über eine potenzielle strategische Eigenkapitalinvestition kommuniziert: bis zu 60 Mio. US-Dollar zu 4,00 US-Dollar je Aktie, als Gegenpartei wurde Equator Capital Management SPC genannt. Visionary Holdings (NASDAQ: GV) berichtete über Fortschritte bei der Umsetzung eines Sales-Vertrags im Umfang von rund 9 Mio. US-Dollar über die Tochter GV Hong Kong; ein wesentlicher Meilenstein wurde bis Ende März 2026 avisiert.
Asien: Preisankündigung bei Novo Nordisk für den US-Markt
Novo Nordisk teilte mit, Ozempic und Wegovy in den USA ab dem 1. Januar 2027 zu einem Listenpreis von 675 US-Dollar pro Monat anzubieten. Für Wegovy wurde dies im Bericht als Preis halbiert eingeordnet; für Ozempic wurde eine Reduktion um 34% genannt.
Rest der Welt: Kapitalmarkt- und Explorationsmeldungen
Vitalist Inc. (TSX-V: VITA.V; OTCQB: VTLSF) meldete die DTC-Zulassung für Stammaktien, womit elektronische Clearing- und Settlement-Prozesse in den USA möglich werden. HPQ Silicon Inc. (TSX-V: HPQ; OTCQB: HPQFF; FRA: O08) gab bekannt, dass eine Privatplatzierung vollständig gezeichnet wurde, ohne Preis, Stückzahl oder Bruttoerlös zu beziffern. Heliostar Metals veröffentlichte Ergebnisse vom Projekt Ana Paula: Gemeldet wurde eine Erweiterungszone unterhalb des bestehenden High Grade Panel mit 25,45 Metern zu 8,26 g/t Gold ab 493,8 Metern, einschließlich 8,30 Metern zu 19,99 g/t Gold; die Daten sollen in ein anstehendes Ressourcen-Update einfließen.
