Deutschland: Stimmungsplus, Einzeltitel im Fokus
In Deutschland hat sich das ifo-Geschäftsklima im Februar verbessert: Der Index legte um einen Punkt auf 88,6 zu. Auf Einzeltitelebene setzte Deutz die Rally fort, gewann am Tag 4,1% und erreichte bei rund 12 Euro ein neues Rekordniveau; seit Dezember summiert sich der Kursanstieg laut Angaben auf 53%. Deutlich schwächer präsentierte sich Hamborner REIT: Nach einem zurückhaltenden Ergebnisziel für 2026 rutschte die Aktie kräftig ab und markierte zeitweise 4,51 Euro, womit auch die 21-Tage-Linie bei 4,78 Euro unterschritten wurde; zugleich stellte das Unternehmen Anpassungen am Portfolio in Aussicht. Krones stand im Zeichen einer Analystenänderung: Warburg Research erhöhte das Kursziel von 174 auf 187 Euro und beließ die Empfehlung bei „Buy“, begründet mit weiterem Fortschritt bei den Margen.
Deutschland: Unternehmensmeldungen zwischen Portfolioverkauf und Entschädigungen
BASF kündigte an, einen erheblichen Teil der Wohnimmobilien der Tochter BASF Wohnen + Bauen abgeben zu wollen: 1.100 Eigentumswohnungen sollen an mehrere Einzelkäufer gehen, weitere 3.300 Einheiten samt Gebäuden sind als Paket für einen Interessenten vorgesehen. Lufthansa reagierte auf witterungsbedingte Beeinträchtigungen am Flughafen München und stellte Ausgleichszahlungen für betroffene Reisende in Aussicht.
Europa: Analysten setzen Akzente, Politik vertagt Entscheidung
In Straßburg wurde im EU-Parlament eine Abstimmung zu einem Zollabkommen mit den USA verschoben; eine Begründung oder ein neuer Zeitplan wurde nicht genannt. Auf der Analystenseite standen Enel und Airbus im Mittelpunkt: Für Enel bestätigten mehrere Häuser ihre Einschätzungen, Barclays blieb bei „Overweight“ mit 10 Euro, Jefferies ebenfalls „Buy“ mit 10 Euro, Goldman Sachs hielt an „Buy“ mit 11 Euro fest, während Bernstein Research „Market-Perform“ mit 8,90 Euro bekräftigte. Barclays bestätigte zudem für Airbus die Empfehlung „Overweight“ mit einem Kursziel von 220 Euro und verwies auf bislang offenbar 21 Aufträge im Februar.
Europa: Uneinheitliche Novo-Nordisk-Bilder, weitere Ratings und ein Rückkauf
Nach als enttäuschend bezeichneten Studiensignalen zu Cagrisema fielen die Analystenurteile zu Novo Nordisk auseinander: Jefferies startete die Beobachtung mit „Hold“ und 275 Kronen, Barclays blieb bei „Equal Weight“ mit 340 dänischen Kronen, UBS bestätigte „Neutral“ mit 332 dänischen Kronen, JPMorgan hielt an „Overweight“ mit 350 dänischen Kronen fest, und Goldman Sachs bekräftigte „Buy“ mit 400 dänischen Kronen. Weitere Einstufungen betrafen Eni, wo RBC bei „Sector Perform“ blieb und 17 Euro nannte, sowie Unilever, wo Jefferies zwar bei „Underperform“ blieb, das Kursziel aber auf 4.300 Pence anhob. Bei Philips erhöhte Jefferies das Kursziel auf 26 Euro und bestätigte „Hold“. UBS erneuerte die Kaufvoten für Danone mit 95 Euro und für L’Oréal mit 430 Euro; JPMorgan ließ Danone bei „Overweight“ und 90 Euro. Jefferies hob bei Nestlé das Ziel auf 77 Franken an und blieb bei „Hold“. Genmab kündigte ein Rückkaufprogramm von bis zu 342.130 Aktien an; das maximale Volumen wurde mit 725 Mio. DKK beziffert und soll Verpflichtungen aus einem Restricted-Stock-Unit-Programm bedienen.
USA: Zollsignal aus dem Weißen Haus, neue Ziele für Walmart und Salesforce
US-Präsident Donald Trump stellte eine Erhöhung des pauschalen US-Importzolls für Einfuhren in die Vereinigten Staaten von 10% auf 15% in Aussicht; Angaben zum Zeitpunkt der Umsetzung fehlten. Im Analystenfokus hob Barclays das Kursziel für Walmart von 125 auf 132 US-Dollar an und bestätigte „Overweight“. Für Salesforce reduzierte Barclays das Kursziel von 338 auf 265 US-Dollar, ebenfalls bei unverändertem „Overweight“.
USA: M&A, Kurseinbruch bei Rivian und mehrere Rechts- und Finanzierungsthemen
Gilead Sciences will Arcellx übernehmen und plant laut Angaben einen Aufpreis von 68%, um die vollständige Kontrolle über eine Zelltherapie gegen Multiples Myelom zu erhalten. Rivian geriet unter Druck: Nach einem Zwischenhoch bei 22,47 US-Dollar fiel die Aktie auf 15,27 US-Dollar, obwohl der Ausblick für 2026 im Mittel über den Erwartungen von Analysten gelegen haben soll. Wells Fargo setzte für Alphabet ein Kursziel von 387 US-Dollar; im selben Zusammenhang wurde die Aktie mit einem Zwölfmonatsplus von 75% beschrieben. Darüber hinaus wurden mehrere juristische beziehungsweise transaktionsbezogene Vorgänge genannt: Für Varonis Systems läuft eine Sammelklage, die einen Zeitraum vom 4. Februar 2025 bis 28. Oktober 2025 umfasst; Anfragen von Investoren sind bis zum 9. März 2026 möglich. Halper Sadeh LLC prüft den Verkauf von United Homes Group zu 1,18 US-Dollar je Aktie in bar sowie von Mister Car Wash zu 7,00 US-Dollar je Aktie in bar. Jupiter Neurosciences verschob den Beginn von Rückzahlungen aus einer 6,0-Mio.-US-Dollar-Finanzierung auf den 1. April 2026, während die übrigen Eckpunkte laut Mitteilung unverändert bleiben. Phio Pharmaceuticals verwies auf Phase-1b-Ergebnisse mit rund 65% pathologischer Response bei cSCC inklusive kompletter Respondenzen und nannte eine Liquiditätsreichweite bis 2027.
Rest der Welt: Rohstoffwerte und Defense-Tech mit frischen Impulsen
Excellon Resources berichtete für die Mallay-Mine in Zentralperu (Silber, Blei, Zink) eine erste unabhängige Mineralressourcenschätzung; die angezeigte Silberressource sei dabei um mehr als 500% gestiegen, erstellt von SGS Canada. Axo Copper sicherte sich eine Finanzierung über 40,25 Mio. CAD und kündigte für 2026 ein Bohrprogramm über 25.000 Meter am Gold- und Silberprojekt San Antonio an; genannt wurden Aktivitäten bei Sapuchi in Richtung Produktion sowie bei El Tigre ab März, zudem wurde als Bohrergebnis ein Abschnitt von 11,4 Metern mit 2,26% Kupfer und 6,29 Ag ausgewiesen. DroneShield meldete ein Rekordjahr, stellte eine Kapitalmaßnahme sowie eine operative Neuausrichtung in Aussicht und bezifferte für 2026 feste Aufträge auf knapp 100 Mio. AUD; außerdem wurde ein deutlicher Umsatzanstieg für 2025 erwähnt, jedoch ohne konkrete Zahlen.
