Frankfurt: DAX ringt um die 25.000
Der DAX startete am Dienstag mit einem Minus von 0,22% bei 24.960,59 Zählern, nachdem er am Vortag wieder über 25.000 Punkte geklettert war. Im weiteren Handel schwankte das Barometer um seinen Vortagesschluss und blieb damit in unmittelbarer Nähe der runden Marke.
Deutschland: Signale aus Stahl, Software und Banken
Salzgitter legte überraschend vorläufige Kennziffern für das laufende Jahr vor und zeichnete nur ein Bild leicht verbesserter Rahmenbedingungen. Gleichzeitig stellte das Unternehmen für 2026 wieder Wachstum sowie bessere Resultate in Aussicht und verwies darauf, dass die Situation in Deutschland auch zu Jahresbeginn belastet sei.
SAP SE veröffentlichte am 10.02.2026 um 15:53 Uhr CET/CEST eine über EQS verbreitete Pflichtmitteilung zum Aktienrückkauf; Angaben zur Größenordnung waren in dem vorliegenden Auszug nicht enthalten.
Die Commerzbank erreichte 2025 ihr Gewinnziel trotz erheblicher Aufwendungen im Zuge des Stellenabbaus. Für die Ausschüttung kündigte das Institut eine deutlich höhere Dividende sowie zusätzliche Rückkäufe eigener Aktien an; am Markt wurde zudem eine genannte Dividendenerhöhung um 70% positiv aufgenommen.
Europa: Luxus, Baustoffe und Analysten setzen Akzente
Ferrari übertraf im vierten Quartal die Erwartungen mit einem spürbar höheren Gewinn. Konzernchef Benedetto Vigna stellte für das neue Jahr eine Profitabilität auf dem zuletzt erreichten Niveau in Aussicht. Die Aktie sprang zeitweise um mehr als 11% an und verzeichnete damit den kräftigsten Tagesanstieg seit Januar 2019, nachdem sie zuvor mehr als 40% unter ihr Rekordniveau gefallen war.
Im Nachgang der Zahlen bestätigte Jefferies das Votum für Ferrari mit „Hold“ und einem Kursziel von 300 Euro; dabei wurde auch ein Rückgang der Auslieferungen um 5,2% erwähnt. RBC hielt an „Outperform“ fest und nannte 415 Euro als Ziel.
RBC beließ Heidelberg Materials bei „Sector Perform“ und 233 Euro. Goldman Sachs erhöhte bei BBVA das Kursziel von 24,50 auf 24,90 Euro und wiederholte „Buy“. Für ING hob Goldman Sachs das Ziel auf 29 Euro an und bestätigte ebenfalls „Buy“, während Merck KGaA trotz unverändertem „Buy“ von 155 auf 150 Euro heruntergestuft wurde.
Bernstein Research blieb bei Richemont auf „Outperform“ mit 200 CHF und bestätigte Scout24 ebenfalls mit „Outperform“ und 105 Euro; in diesem Zusammenhang wurden Wettbewerbsrisiken durch Künstliche Intelligenz hervorgehoben. L’Oréal wurde vor den Q4-Zahlen bei Bernstein mit „Market-Perform“ und 405 Euro geführt.
Die DZ Bank hob für Vodafone den fairen Wert von 120 auf 130 Pence an und blieb bei „Kaufen“, gestützt auf Zahlen zum dritten Geschäftsquartal. Goldman Sachs bestätigte Teamviewer mit „Neutral“ und 6,50 Euro.
Zu Aumovio lagen mehrere Einschätzungen vor: Bernstein blieb nach einer Telefonkonferenz bei „Neutral“, ohne im vorliegenden Text ein Kursziel zu nennen. Die Deutsche Bank erhöhte vor Quartalszahlen das Kursziel von 50 auf 55 Euro und wiederholte „Buy“, während UBS die Aktie mit „Buy“ einstufte.
Nach vorgelegten Zahlen bestätigte die Deutsche Bank UBS mit „Buy“ und 39 CHF sowie Unicredit mit „Hold“ und 64 Euro. UBS hielt zudem an „Sell“ für FMC mit 38 Euro fest und blieb bei Fraport ebenfalls auf „Sell“ mit 68 Euro.
Astrazeneca stellte nach einem starken Geschäftsjahr einen optimistischen Ausblick mit solidem Wachstum und steigender Profitabilität in Aussicht, verwies jedoch auf Belastungsfaktoren durch das Auslaufen des Patentschutzes von Farxiga. Die Aktie gewann am Dienstag deutlich.
USA: Rekord im Dow trotz schwacher Einzelhandelsdaten
Zum Handelsauftakt in den USA zeigten sich die Kurse mehrheitlich leicht schwächer, nachdem die Einzelhandelsumsätze enttäuscht hatten. Der Dow Jones stieg gleichzeitig um 0,4% auf 50.328 Punkte und erreichte direkt nach der Eröffnung einen neuen Höchststand.
Bei Coca-Cola fielen die Quartalszahlen uneinheitlich aus: Der Umsatz blieb unter den Analystenerwartungen, und für 2026 wurde nur verhaltenes Wachstum in Aussicht gestellt. Im vorbörslichen Handel verlor die Aktie mehr als 3%. RBC bestätigte „Outperform“ mit 78 US-Dollar und bewertete die Zahlen als ordentlich, verwies jedoch auf eine begrenzte kurzfristige Unterstützung; Jefferies hielt an „Buy“ mit einem Kursziel von 88 US-Dollar fest.
Goodyear wies für 2025 einen Nettoverlust von 1,7 Mrd. US-Dollar aus. Das Programm „Goodyear Forward“ lag mit Einsparungen von 1,25 Mrd. US-Dollar über den Erwartungen, während unter anderem hohe Lagerbestände in der Region Americas belasteten; die Aktie brach zweistellig ein.
Bei Palantir verwies Michael Burry auf eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation und nannte als mögliches Unterstützungsniveau den Bereich um 83 US-Dollar; die vorbörsliche Reaktion blieb zunächst begrenzt.
On Semiconductor berichtete für das vierte Quartal einen Rückgang des Umsatzes im zweistelligen Prozentbereich und ein deutlich niedrigeres Ergebnis je Aktie; zugleich wurde betont, dass dieser Rückgang im Vorfeld bereits antizipiert worden sei.
Asien: Expansion bei E-Autos, Rekordlauf in Japan
Xpeng aus Guangzhou kündigte eine spürbare Ausweitung des Auslandsgeschäfts an und stellte das Ziel in den Raum, die internationalen Verkäufe bis 2026 zu verdoppeln. In diesem Zusammenhang wurde eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank genannt; als Wettbewerber wurden BYD und Leapmotor aufgeführt.
In Japan markierte die Aktie von Kawasaki nach einem starken Kursanstieg ein neues Rekordniveau. Als Treiber wurden Robotik, Defense-Technologie und Drohnen genannt, ohne dass im Text konkrete Kursstände oder prozentuale Bewegungen beziffert wurden.
Rest der Welt: Regulierungsschub aus Moskau trifft Messenger
Die russische Medien- und Telekomaufsicht Roskomnadsor stellte zusätzliche Einschränkungen gegen verschiedene Messenger-Dienste in Aussicht und nannte ausdrücklich auch Telegram. Als Begründung wurden fortgesetzte Verstöße gegen russische Vorgaben angeführt, darunter Anforderungen im Umgang mit personenbezogenen Daten.
