Deutschland: Rüstungsschub, IT-Zahlen und Bond-Finanzierung
Im deutschen Handel standen Aktien aus dem Verteidigungsumfeld auf der Gewinnerseite: Rheinmetall aus dem DAX sowie Renk und TKMS aus dem MDAX zogen um rund 2% bis 4% an.
Beim IT-Dienstleister KPS fiel der Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25 (Stichtag 30.09.) um gut 16% auf 121,7 Mio. Euro, während das EBITDA um etwa 13% auf 5,2 Mio. Euro nachgab. Infineon nahm 2 Mrd. Euro am Anleihemarkt auf; laut Text war die Nachfrage in den Orderbüchern etwa viermal so hoch wie das Angebot, und die Mittel sind für Vorhaben rund um KI und Rechenzentren vorgesehen.
Im Mobilitäts- und Energiesegment kündigten BMW Group und E.ON an, ihr Vehicle-to-Grid-Angebot auf Privatkundinnen und -kunden auszudehnen; als Zeitmarke wird eine Bekanntgabe des kommerziellen Angebots im September 2025 genannt.
Deutschland: Research-Updates zwischen Zielkürzungen und Anhebungen
Zu Bechtle kamen zwei Anpassungen aus dem Analystenlager: DZ Bank setzte den Fair Value von 49 auf 45 Euro zurück und hielt am Rating „Kaufen“ fest. Deutsche Bank Research senkte das Kursziel von 49 auf 48 Euro und bestätigte „Buy“.
Heidelberg Materials erhielt von der DZ Bank eine höhere Einschätzung: Der Fair Value stieg von 239 auf 249 Euro, das Votum blieb „Kaufen“. Für Siemens Healthineers reduzierte Bernstein das Kursziel von 52,90 auf 52,15 Euro bei unverändertem „Outperform“. Goldman Sachs beließ Bayer auf „Buy“ und nannte ein Kursziel von 54,50 Euro.
Europa: Banken, Konsum und Industrie im Fokus der Analysten
Unicredit erreichte laut Text ein Rekordniveau, nachdem Ziele für den Gewinn bis 2030 sowie Pläne für Ausschüttungen kommuniziert worden waren; zusätzlich wird erwähnt, dass die Bank knapp 30% an der Commerzbank hält. Barclays bestätigte Unicredit nach Quartalszahlen mit „Overweight“ und einem Kursziel von 79 Euro, während Goldman Sachs die Aktie mit „Buy“ und Ziel 85,70 Euro einstufte.
Bei Stellantis kappte die DZ Bank den Fair Value von 13 auf 8 Euro, das Urteil blieb „Kaufen“. Deutsche Bank Research reduzierte das Kursziel von 8 auf 7 Euro und hielt an „Hold“ fest.
Für Henkel hob Barclays das Kursziel von 76,20 auf 80,00 Euro an und beließ die Einstufung bei „Equal Weight“. Unilever wurde von Barclays vor der Zahlenvorlage mit „Overweight“ und einem Kursziel von 5700 Pence bestätigt.
In Frankreich stufte UBS Vinci weiterhin mit „Buy“ ein und erhöhte das Kursziel von 134 auf 148 Euro. Bei Rheinmetall blieb UBS zwar bei „Buy“, senkte aber das Kursziel von 2.500 auf 2.200 Euro.
Schweiz: Höherer Fair Value, niedrigeres Rating
Novartis erhielt von der DZ Bank zwar einen höheren Fair Value, der von 116 auf 127 Franken angehoben wurde, zugleich ging das Votum jedoch von „Kaufen“ auf „Halten“ zurück.
Großbritannien: Uneinheitliche Urteile zu Shell
Bei Shell lagen die Einschätzungen auseinander: Barclays startete die Beobachtung mit „Overweight“ und einem Kursziel von 4000 Pence. RBC blieb bei „Sector Perform“ und nannte 3200 Pence als Zielmarke.
USA: Uneinheitlicher Wochenstart, starker Wochenausklang
Die US-Börsen eröffneten die Woche mit gemischtem Bild: Der Dow Jones gab um 0,3% auf 49.969 Punkte nach, der S&P 500 zeigte kaum Bewegung, und der Nasdaq Composite legte um 0,1% zu. Zum Ende der Woche stieg der S&P 500 um 1,97% auf 6.932 Punkte; im Markt wurden 403 Gewinner gegenüber 97 Verlierern gezählt, das Aufwärtsvolumen lag bei 80%. Zudem entfielen 96 neue 52‑Wochen-Hochs auf 11 neue Tiefs, während der VIX um 4,01 Punkte zurückging.
USA: Einzelwerte mit harten Ausschlägen und Terminen
Hub Group (NASDAQ: HUBG) brach am 06.02.2026 um mehr als 27% ein, nachdem laut einer Mitteilung an die SEC Quartalsberichte rückwirkend bis zum 31.03.2025 als nicht verlässlich eingestuft wurden; zudem kündigte eine Anwaltskanzlei eine Prüfung an. Robinhood setzte den Termin für die Veröffentlichung der Quartalszahlen für den Zeitraum bis 31.12.2025 auf den 10.02.2026; im Text wird dabei auf Schätzungen von 14 Analysten verwiesen, ohne konkrete Konsensgrößen zu nennen.
Im Gesundheitssektor wurde eine milliardenschwere Übernahme angekündigt: Eli Lilly plant den Kauf von Orna Therapeutics.
Im Automobilbereich wird für Tesla für 2025 ein weltweiter Absatzrückgang von 9% genannt, für die USA ein Minus von 7% gegenüber 2024; zusätzlich sank in Kalifornien der Anteil an Neuzulassungen unter 10%, nach 11,6% im Jahr 2024.
Asien: Robotaxi-Produktion und China-Impuls bei Apple
Pony.ai startete gemeinsam mit Toyota die Serienfertigung eines Robotaxis auf Basis des Elektro-SUV bZ4X; für dieses Jahr werden mehr als 1.000 Fahrzeuge genannt. Apple berichtete für das jüngste Quartal in der Region „Greater China“ über ein Umsatzplus von 38% nach einer dreijährigen Schwächephase.
Rest der Welt: Pharma-Lieferkette und EU-Druck auf Meta
Fresenius Kabi arbeitet mit dem US-Unternehmen Phlow am Aufbau einer inländischen Lieferkette für Epinephrin Injection, USP; laut Text stuft die FDA das Produkt als essenzielles Arzneimittel ein, finanzielle Angaben werden nicht gemacht. Regulatorisch wird Meta von der EU-Kommission wegen der Einbindung von KI in WhatsApp adressiert; als mögliche Reaktion werden einstweilige Zwangsmaßnahmen genannt, ohne Nennung von Fristen oder Summen.
