Deutschland: DAX mit Rückenwind, Autos unter Druck
Der DAX legte zeitgleich um 0,7% zu, während in der technischen Einordnung die Zone um 25.000 Punkte als markante Hürde hervorgehoben wurde. An der Indexspitze stand Siemens Energy, das nach zwei negativen Handelstagen um 3,2% auf 150,55 Euro anzog. Auf der Verliererseite fielen die deutschen Autowerte auf: Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW gaben jeweils zwischen 1,4% und 2,0% nach, und die im MDAX gelistete Porsche AG verlor 2,5%.
Im Analystenbild blieb Bernstein Research bei Continental bei der Einstufung „Market-Perform“ und nannte 66 Euro als Zielmarke. Die DZ Bank bestätigte für die Henkel-Vorzugsaktie das Votum „Kaufen“ mit einem fairen Wert von 88 Euro. Warburg Research erhöhte nach vorgelegten Quartalszahlen bei Infineon das Kursziel von 42 auf 47 Euro und hielt am Rating „Buy“ fest; außerdem wurde nach Schlussquartalszahlen bei Tonies die Zielgröße von 10,50 auf 13 Euro angehoben, ebenfalls bei bestätigtem „Buy“. Deutsche Bank Research ließ Siemens Healthineers bei „Hold“ mit Kursziel 46 Euro und Evonik bei „Hold“ mit Kursziel 13 Euro. UBS stufte BMW nach einem Pre-Close-Call weiter mit „Neutral“ ein und setzte das Kursziel auf 93 Euro. Syzygy berichtete für 2025 einen Umsatz von 56,84 Mio. Euro nach 69,43 Mio. Euro im Vorjahr.
Aus der Industrie kam Bewegung bei HKM: Thyssenkrupp Steel und Salzgitter verständigten sich für das Gemeinschaftsunternehmen in Duisburg auf eine Fortsetzung und verabschiedeten ein Eckpunktepapier. Kernpunkt ist die geplante Übertragung der HKM-Anteile von thyssenkrupp Steel an Salzgitter, verbunden mit einem Standortbezug zu Duisburg und Salzgitter.
Europa: Research-Impulse von Banken und Brokerhäusern
Im europäischen Analysten-Flow bestätigte Deutsche Bank Research BBVA mit „Buy“ und einem Kursziel von 19,75 Euro; Vestas Wind Systems blieb bei „Hold“ mit einer Zielvorgabe von 185 DKK. Barclays reduzierte bei UBS das Kursziel von 34 auf 33 CHF und hielt an „Underweight“ fest. Gleichzeitig erhöhte Barclays bei BNP Paribas das Kursziel von 91 auf 95 Euro bei unverändertem „Equal Weight“ und senkte bei BBVA die Zielmarke von 22,10 auf 21,80 Euro, während das Urteil „Overweight“ bestehen blieb. Goldman Sachs hob bei Santander das Kursziel auf 12,40 Euro an und bestätigte „Buy“.
Bei Coloplast begann das Geschäftsjahr 2025/26 im ersten Quartal mit einem organischen Plus von 6%. Das EBIT stieg in konstanten Währungen um 3%, während der Umsatz in dänischen Kronen unverändert blieb; als Währungseffekt wurden minus vier Prozentpunkte genannt. Der ROIC wurde mit 15% ausgewiesen.
Aus dem Baltikum meldete die LHV Group Aktienrückkäufe an der Nasdaq Tallinn; für den 30.01.2026 wurden 16.800 Aktien zu einem volumengewichteten Durchschnittspreis von 3,568333333 Euro genannt. Im europäischen Large-Cap-Research bestätigte Deutsche Bank Research Vinci mit „Buy“ und Kursziel 137 Euro. Jefferies beließ Airbus nach als im Rahmen der Erwartungen eingeordneten Januar-Auslieferungsdaten bei „Hold“ mit einem Kursziel von 215 Euro.
USA: Erholungsansatz nach Rückschlag, Tech-Charts im Fokus
Die US-Börsen starteten am Freitag mit einem Erholungsversuch: Der Nasdaq 100 gewann im frühen Handel 0,9% auf 24.768 Punkte. Parallel lagen die Futures auf Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 jeweils etwa 0,4% bis 0,5% im Plus; der Dow Jones wurde mit 49.115 Punkten taxiert, was 0,4% über dem vorherigen Schluss entsprach. Am Donnerstag war der S&P 500 um 1,23% auf 6.798 Punkte gefallen und hatte dabei die 100-Tage-Linie getestet; zur Marktbreite wurden 182 steigende und 316 fallende Werte genannt.
Aus technischer Perspektive wurde beim Nasdaq 100 ein Trendbruch gegenüber dem Aufwärtsverlauf seit dem November-Tief beschrieben, begleitet vom Rutsch unter die 50- und 100-Tage-Durchschnitte. Als Tief der vergangenen drei Monate wurden 24.455 Punkte genannt; weitere Haltezonen lagen bei 24.215 Punkten sowie im Bereich 23.855 bis 23.969 Punkte.
Bei Nvidia standen neue Vorwürfe im Rahmen einer ausgeweiteten Sammelklage von US-Autoren im Zusammenhang mit dem Training von KI-Systemen im Zentrum; erwähnt wurde unter anderem eine Abfrage nach 500 Terabyte an Buchdaten.
Amazon stellte für das laufende Jahr Investitionen von rund 200 Mrd. USD in KI, Chips, Robotik und Satelliten in Aussicht, was im Text als Belastungsfaktor für die Stimmung der Anleger beschrieben wurde. Zudem senkte JPMorgan nach der Zahlenvorlage das Kursziel von 305 auf 265 USD und bestätigte die Einstufung „Overweight“.
Im Sektor- und Einzeltitelresearch nahm JPMorgan Shell nach einer Telefonkonferenz zu den Q4-Zahlen mit „Overweight“ und einem Kursziel von 3.200 Pence neu auf. Goldman Sachs reduzierte das Shell-Kursziel von 38 auf 37 Euro und blieb bei „Buy“. JPMorgan bestätigte Adyen vor anstehenden Zahlen mit „Overweight“ und einem Kursziel von 2.450 Euro. Deutsche Bank Research hielt Qiagen bei „Hold“ und nannte 54 USD als Kursziel.
Unternehmensseitig setzte Ernexa Therapeutics ein registriertes Best-Efforts-Public-Offering über 10,5 Mio. USD an und legte dafür 21.000.000 Stammaktien oder entsprechende Äquivalente fest. Essential Utilities terminierte die Veröffentlichung der Ergebnisse für 2025 auf den 25. Februar 2026 nach US-Börsenschluss und kündigte eine Analystenkonferenz für den 26. Februar 2026 um 11:00 Uhr ET an. TeraWulf datierte den Earnings-Call zu Q4 2025 auf den 26. Februar um 16:30 Uhr ET.
Asien: Toyota stellt Führung an der Spitze neu auf
Toyota ernannte den bisherigen Finanzchef Kenta Kon zum neuen CEO. Der bisherige CEO Koji Sato soll eine Position im Verwaltungsrat übernehmen.
Rest der Welt: Finanzierungen im Rohstoff- und Explorerumfeld
Canada Nickel Company Inc. gab eine Überbrückungsfinanzierung über 32 Mio. USD mit Auramet International, Inc. bekannt; weitere Details zu den Bedingungen wurden nicht aufgeführt. Kingfisher Metals weitete eine zuvor angekündigte Bought-Deal-Finanzierung aufgrund hoher Nachfrage auf 25 Mio. CAD aus; die Struktur erfolgte über 5.300.000 Charity-Flow-Through-Einheiten, ohne ausgewiesene Preisangaben je Einheit.
