Deutschland: DAX tastet sich an die Nulllinie
Der DAX eröffnete mit einem Plus von 0,02% bei 24.607,47 Punkten. In der ersten Phase schwankte der Index um den Ausgangspunkt, bevor er in negatives Terrain abrutschte. Als Themen prägten den Handel laut Lagebild der anstehende EZB-Entscheid, die starke Aufmerksamkeit für KI-getriebene Börsenstorys sowie eine bevorstehende Welle an Unternehmenszahlen.
Deutschland: Rheinmetall und Rational im Analystenfokus
Rheinmetall wurde nach einem Update für das Geschäftsjahr 2025 neu eingeordnet; erste Eckpunkte für 2026 lagen beim Umsatz und beim Ergebnis unter dem, was am Markt erwartet worden war. In der Folge wurden im Text sinkende Kursziele mehrerer Analysten genannt. Rational meldete für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg um 7% auf 341 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 28,9%; mwb research hatte 335 Mio. Euro als Vergleichswert genannt. Barclays hob daraufhin das Kursziel von 848 auf 890 Euro an und bekräftigte das Votum „Overweight“, UBS beließ es bei „Buy“ mit 785 Euro, RBC blieb bei „Underperform“ und 580 Euro.
Deutschland: Rückversicherer, Chemie und Nebenwerte
Hannover Rück erhielt von der DZ Bank erneut das Rating „Kaufen“ mit einem fairen Wert von 314 Euro; als Begründung wurde ein nochmals höheres Preisniveau in der Erneuerungsrunde angeführt. UBS hielt an „Buy“ mit 294 Euro fest und verwies auf Prämienwachstum, RBC bestätigte „Sector Perform“ mit 275 Euro und stufte die Erneuerungsrunde als im Rahmen der Erwartungen ein. Für Evonik bestätigte Barclays „Equal Weight“ bei einem Kursziel von 16 Euro und verwies auf Änderungen bei der Ausschüttungspolitik. Bike24 berichtete, die Umsatz- und Ergebnisziele für 2025 übertroffen zu haben; als Treiber wurde starkes Wachstum im Schlussquartal genannt. Nordex veröffentlichte eine Stimmrechtsmeldung nach WpHG, ohne dass im vorliegenden Material zusätzliche Einzelheiten aufgeführt waren.
Europa: Börsenbetreiber setzen Akzente
Im FTSE 100 stach die London Stock Exchange mit einem Kursanstieg um 6,7% auf 7.648 Pence hervor, obwohl der Leitindex selbst rund 1% nachgab. Parallel wurde die Deutsche Börse als stärkster Wert im DAX hervorgehoben. RBC bestätigte für die London Stock Exchange das Rating „Outperform“ mit einem Kursziel von 13.400 Pence und begründete dies mit einem starken Quartal der Tochter Tradeweb.
Europa: Banken, Energie, Stahl und Telekom unter Beobachtung
UBS bestätigte für BBVA „Buy“ mit einem Kursziel von 22,70 Euro. Für Prosus blieb es bei „Buy“ und 80 Euro. Bei Shell startete UBS die Bewertung mit „Neutral“ und 2.850 Pence; RBC hielt an „Sector Perform“ mit 3.200 Pence fest, wobei in beiden Fällen Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen beziehungsweise entsprechend der Erwartungen genannt wurden. ArcelorMittal blieb bei UBS auf „Neutral“ mit 35,40 Euro; als Einordnung wurde ein operatives Ergebnis im Rahmen der Erwartungen angeführt. Santander erhielt von UBS weiterhin „Buy“, zugleich stieg das Kursziel von 11,30 auf 11,80 Euro; die DZ Bank erhöhte ihren fairen Wert von 10,00 auf 10,50 Euro und bestätigte „Halten“ mit dem Hinweis auf eine Überbewertung. Vodafone blieb bei UBS auf „Sell“ mit 82 Pence. Nach besser als erwarteten Zahlen zum vierten Quartal bestätigten UBS für BNP Paribas „Buy“ mit 103 Euro sowie RBC „Outperform“ mit 93 Euro. RBC bekräftigte außerdem „Outperform“ für Vestas Wind Systems mit einem Kursziel von 200 dänischen Kronen und stellte dabei die Q4-2025-Ergebnisse in den Bezug. Die DZ Bank hob bei UBS den fairen Wert auf 40 Franken an und blieb beim Votum „Kaufen“.
USA: Quartalsberichte und Tech-Signale vor Handelsstart
Vor dem US-Börsenauftakt wurden mehrere Risikofaktoren betont: schwächere Daten vom Arbeitsmarkt, die höchste Zahl angekündigter Stellenstreichungen seit 2009 sowie neue Zweifel an der Stärke der Tech-Rally. Zusätzlich wurden Insiderverkäufe auf einem Fünfjahreshoch und eine historisch niedrige Cashquote globaler Fondsmanager als Warnhinweise für mögliche Marktverwerfungen beschrieben. DSS, Inc. meldete zudem den Abschluss eines vollständig platzierten Aktienangebots mit Bruttoerlösen von 1,0 Mio. US-Dollar.
USA: Super Micro stark, Peloton fällt, Barrick trotz Gewinnsprung schwächer
Barrick Mining legte für das vierte Quartal 2025 einen klaren Ergebnisanstieg vor; das Ergebnis je Aktie stieg von 0,58 auf 1,04 US-Dollar, während die Aktie dennoch im Minus notierte. Peloton Interactive blieb im zweiten Geschäftsquartal 2026 in der Verlustzone, wies ein EPS von -0,09 US-Dollar aus und meldete sinkenden Umsatz; die Aktie reagierte mit deutlichen Abschlägen. Super Micro Computer präsentierte ein unerwartet starkes Quartal, kombinierte dies mit einem optimistischen Ausblick und verzeichnete anschließend eine spürbare Erholung.
USA: Turbulenzen im Quanten-Segment
IonQ geriet nach einem Bericht von Wolfpack Research unter Druck, in dem die Frage aufgeworfen wurde, ob bis zu 86% früherer Pentagon-Umsätze nicht dauerhaft finanziert gewesen seien. IonQ widersprach den Vorwürfen; im Sog gaben auch D-Wave und Rigetti nach. Needham bestätigte für D-Wave Quantum am 22. Januar 2026 ein „Buy“-Rating und hielt an einem hohen Kursziel fest; als Impuls wurde die Übernahme von Quantum Circuits genannt.
Asien: Nio mit operativem Durchbruch
Nio meldete für das vierte Quartal erstmals ein positives operatives Ergebnis und steigerte die Fahrzeugauslieferungen um 72%. Die Aktie reagierte darauf mit Kursgewinnen.
Rest der Welt: Aldebaran mit großvolumiger Platzierung
Aldebaran Resources Inc. gab den Abschluss einer Bought-Deal-Finanzierung bekannt; das Volumen wurde mit 40 Mio. US-Dollar beziffert.
