Bitcoin: Tiefpunkt, Liquidationswelle, technische Wegmarken
Bitcoin markierte ein neues 15-Monats-Tief; als Kursniveaus wurden 72.169 US-Dollar genannt sowie ein kurzfristiger Rutsch bis 72.900 US-Dollar. In derselben Marktphase summierten sich die gemeldeten Krypto-Liquidationen auf 800 Millionen US-Dollar. Aus dem Trading-Umfeld wurde 70.000 US-Dollar als zentrale Unterstützungszone hervorgehoben, während zusätzlich eine Trendlinie bei 68.000 US-Dollar als möglicher Boden diskutiert wurde. Ein Analyst skizzierte als alternatives Szenario, dass der Realized Price von BTC in den kommenden Monaten in Richtung 56.000 US-Dollar zurücklaufen könne.
Rebound bis 76.000 US-Dollar trifft auf skeptische Signale
Nach dem Tief setzte eine Gegenbewegung ein, in deren Verlauf Bitcoin bis 76.000 US-Dollar zurücksprang. Parallel wurde die Lage weiterhin als negativ geprägt beschrieben, gestützt auf technische sowie Onchain-Einschätzungen, die sich auf Miner-Daten und Exchange-Flows bezogen, jedoch ohne ausgewiesene Messwerte. Im Aktiensegment gerieten börsennotierte Bitcoin-Miner deutlich unter Druck, während für Bitcoin zugleich ein Wochenminus von nahezu 20% berichtet wurde.
Großverkauf bei Bitcoin: Galaxy widerspricht Quantum-Narrativ
Galaxy Digital nahm zu einem gemeldeten Bitcoin-Abverkauf in Höhe von 9 Milliarden US-Dollar Stellung und verneinte, dass dabei Befürchtungen zur künftigen Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegenüber Quantencomputern ausschlaggebend gewesen seien. Unabhängig davon wurde ein entstehendes Vorhaben bekannt, das native USDT-Transaktionen auf Bitcoin ermöglichen soll; dieses Protokoll schloss sich dem CTDG Dev Hub an, ohne dass Name oder Nutzungskennzahlen genannt wurden.
XRP: Preisrutsch unter 1,60 US-Dollar und Fokus auf 1,22 US-Dollar
XRP unterschritt die Marke von 1,60 US-Dollar; als mögliches Ziel einer Korrektur wurde 1,22 US-Dollar genannt. Als Belastungsfaktoren wurden eine nachlassende Nachfrage und sinkendes Open Interest angeführt, ohne dass konkrete OI-Werte veröffentlicht wurden. Zusätzlich hieß es, XRP habe innerhalb von 24 Stunden nahezu 5% verloren und auf Wochensicht rund 20% abgegeben, während der Kurs in der Nähe von 1,50 US-Dollar gehandelt wurde. Für den 3. Februar 2026 wurden zudem ETF-Zuflüsse von mehr als 19 Millionen US-Dollar in XRP erwähnt.
Ethereum: bärische Konstellation, Februar-Risikozone und neue Jahrestiefs
Für Ethereum wurde ein negatives Chart- und Indikatorenbild beschrieben. Als Risikobereich für Februar galt eine Zone von 1.665 bis 1.725 US-Dollar; darüber hinaus rückte ein klassisches Chartmuster auch Kurse unterhalb von 2.000 US-Dollar in den Blick. Als Begründung dienten bärische technische und Onchain-Indikatoren, allerdings ohne konkrete Onchain-Daten. Separat wurde berichtet, dass Ethereum auf neue Jahrestiefs gefallen sei, ohne exakten Kursstand.
Buterin-Transfer und L2-Reaktionen: Spezialisierung statt „billigeres Ethereum“
Vitalik Buterin transferierte ETH im Gegenwert von 29 Millionen US-Dollar, um die Ethereum Foundation zu finanzieren; im selben Kontext wurde dies mit Forderungen nach umfangreicheren Veränderungen am Netzwerk verknüpft. In der Debatte um Layer-2-Strategien reagierten Arbitrum, Optimism und Base auf den Appell zur stärkeren Spezialisierung. Ein Vertreter von Base, Jesse Pollak, formulierte dabei, Layer-2-Lösungen könnten nicht als bloße Kopie von Ethereum mit niedrigeren Kosten positioniert werden. Zusätzlich meldete Base, dass eine Anpassung der Konfiguration temporäre Verzögerungen bei Transaktionen ausgelöst habe, die inzwischen beseitigt seien; parallel seien Infrastruktur-Verbesserungen über einen Zeitraum von einem Monat gestartet worden, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen.
Solana unter 100 US-Dollar, weitere Marken fehlen
In einem deutschsprachigen Auszug wurde Solana (SOL) unterhalb von 100 US-Dollar verortet; weitere charttechnische Schwellen oder prozentuale Veränderungen wurden nicht angegeben.
Bitcoin-DeFi und institutionelle Schienen: Stacks bei Fireblocks, Hyperliquid bei Ripple Prime
Fireblocks kündigte die Einbindung von Stacks an, um Bitcoin-DeFi für institutionelle Anwender zu unterstützen. Als technischer Hintergrund wurde die durchschnittliche Blockzeit von etwa zehn Minuten im Bitcoin-Netzwerk als Hürde für DeFi-Anwendungen genannt; weitere Leistungsdaten oder Startzeitpunkte wurden nicht veröffentlicht. Ripple Prime wiederum erweiterte den institutionellen DeFi-Zugang per Integration von Hyperliquid. Hyperliquid wurde als dynamisch wachsend beschrieben und mit einer Ausdehnung um Futures auf Edelmetalle sowie zusätzliche Produkte in Verbindung gebracht, ohne dass Nutzungs- oder Volumendaten genannt wurden.
Tokenisierung und Venture-Klima: Rootstock-Private-Credit und verdoppeltes VC-Funding 2025
Mercado Bitcoin meldete die Emission von tokenisiertem Private Credit im Umfang von mehr als 20 Millionen US-Dollar auf der Bitcoin-Sidechain Rootstock und formulierte ein Ziel von 100 Millionen US-Dollar bis April. Ein Research-Beitrag von Cointelegraph vermerkte zudem, dass sich das Crypto-VC-Funding im Jahr 2025 verdoppelt habe; als führendes Feld wurde RWA-Tokenisierung hervorgehoben, ohne Summen oder Deal-Zahlen.
Politik und Aufsicht: Bail-out-Absage, Verbote in Dubai und Custody-Rahmen in Kanada
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte in einer Kongressanhörung, dass die USA Bitcoin nicht retten würden; die Aussage fiel an einem Mittwoch in einem angespannten Wortwechsel mit dem kalifornischen Abgeordneten Brad Sherman, wobei ein weiterer Bericht die Sitzung als lautstarken Streit darstellte und Fragen zur Krypto-Firma der Trump-Familie erwähnte. In Dubai wurden Privacy-Coins Monero (XMR) und Zcash (ZEC) auf regulierten Plattformen untersagt, ohne dass Rechtsgrundlage, Fristen oder betroffene Handelsplätze benannt wurden. In Kanada führte die Selbstregulierungsorganisation CIRO ein vorläufiges Custody-Rahmenwerk für Krypto ein, das Verwahrlimits, Kapital-Schwellen und Reporting-Vorgaben umfasst; konkrete Grenzwerte wurden nicht offengelegt.
Prediction Markets unter Druck: Nevada greift durch, Coinbase klagt, politische Reibung um CLARITY
Nevada leitete Maßnahmen ein, um die Prediction-Markets-Angebote von Coinbase ohne staatliche Gaming-Lizenz zu untersagen. Coinbase habe zuvor Bundesklagen angestoßen und darin die Zuständigkeit in drei weiteren Bundesstaaten angefochten; Aktenzeichen und Fristen wurden nicht genannt. Politisch wurde außerdem berichtet, dass ein Deal von World Liberty Financials über 500 Millionen US-Dollar mit den VAE im US-Kongress deutliche Gegenwehr auslöse und dadurch den Zeitplan des CLARITY Act belaste.
Londoner Lords und Strafrecht: Stablecoins in der Kritik, Darknet-Urteil und TMZ-Ermittlungen
Aus einer Anhörung im britischen House of Lords wurde berichtet, dass Zeugen die Einordnung von Stablecoins als künftiges Geld infrage stellten, eine strenge Aufsicht durch die Bank of England befürworteten und den US-GENIUS Act als schwerwiegend kritisierten, weil er Nicht-Banken den Eintritt in das Geldgeschäft ermögliche. Unabhängig davon wurde der Betreiber des Darknet-Markts „Incognito Market“ zu 30 Jahren Haft verurteilt; laut Text setzte er Händler unter Druck, indem er mit der Veröffentlichung von Transaktionsverläufen und Krypto-Adressen drohte. Zudem prüfen Behörden Berichte über eine mutmaßliche Bitcoin-Lösegeldnotiz, die an TMZ gesendet worden sein soll, im Zusammenhang mit der vermissten Mutter der „Today“-Moderatorin Savannah Guthrie; Beträge oder bestätigte Zahlungen wurden nicht genannt.
ETFs, Derivate und Marktstruktur: AUM unter 100 Milliarden, Tezos-Futures in den USA
Bei Spot-Bitcoin-ETFs sank das verwaltete Vermögen nach neuen Abflüssen von 272 Millionen US-Dollar unter 100 Milliarden US-Dollar. Die Year-to-date-Verluste wurden mit nahe 1,3 Milliarden US-Dollar beziffert. In der Marktinfrastruktur meldete Bitnomial die ersten in den USA regulierten Futures auf Tezos und verwies auf zuvor eingeführte Aptos-Futures im Januar; Details wie Kontraktgrößen, Volumina oder Margin-Anforderungen fehlten.
Tether-Finanzierungsgerüchte und Compliance-Kapital: Ardoino dementiert, TRM auf Unicorn-Niveau
Tether-CEO Paolo Ardoino wies die Darstellung zurück, es habe je Pläne für eine Finanzierung über 20 Milliarden US-Dollar gegeben, und bezeichnete dies als Missverständnis; zugleich wurde berichtet, Tether halte an einer Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar fest. Ein weiterer Bericht nannte Widerstand auf Investorenseite als Anlass, die Finanzierungsabsichten zu reduzieren; in einem separaten deutschsprachigen Auszug wurde von einer Reduktion von 20 auf 5 Milliarden US-Dollar gesprochen, ohne weitere Einzelheiten. TRM Labs schloss eine Series-C-Finanzierung über 70 Millionen US-Dollar ab und erreichte dabei eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar; als Geldgeber wurden große Finanzinstitutionen erwähnt, jedoch ohne Namensnennung.
Reserven, Umfragen und Bankenpläne: Binance stabil, Infrastruktur vor DeFi, UBS und BBVA aktiv
Laut Bericht blieben die Onchain-Reserven von Binance stabil, obwohl in sozialen Medien Behauptungen über „FTX 2.0“ kursierten; konkrete Reserve- oder Abflusswerte wurden nicht geliefert. Eine Umfrage meldete, dass institutionelle Investoren Krypto-Infrastruktur stärker priorisierten als DeFi; als Hemmnisse für die Adaption im Jahr 2026 wurden Liquiditätsengpässe und geringe Markttiefe genannt, ohne Prozentwerte oder Methodik. Im Bankensektor bestätigte der CEO von UBS Pläne für den Handel mit Digital Assets sowie tokenisierte Angebote für vermögende Kunden, ohne Produktbezeichnungen oder Zeitpläne. BBVA schloss sich einem Vorhaben mit weiteren Großbanken zur Entwicklung eines Euro-Stablecoins an, der den US-geprägten Stablecoin-Markt herausfordern soll; Partner, Zeitachsen und technische Standards wurden nicht genannt.
Produkt- und Unternehmensmeldungen: Bitwise/Chorus One, Aave bündelt, Crypto.com spaltet OG ab
Bitwise plante laut Bericht die Übernahme des Staking-Anbieters Chorus One; im selben Kontext wurden Angaben genannt, wonach mehr als 30% des ETH-Angebots gesperrt seien und Wartezeiten für Validatoren von über 70 Tagen bestünden, ohne Kaufpreis oder Abschlussdatum. Aave kündigte an, Avara einzustellen und die iOS-App Family Wallet auslaufen zu lassen; die Produkte würden unter Aave Labs zusammengeführt, während Nutzerkonten weiterhin unterstützt bleiben. Crypto.com verlagerte sein Prediction-Markets-Geschäft in eine eigenständige App mit dem Namen „OG“ und begründete den Schritt mit starkem Wachstum; ein weiterer Bericht ordnete den Start in zunehmenden rechtlichen Druck aus mehreren US-Bundesstaaten ein. Kalshi und Polymarket wurden als führende Anbieter beschrieben, mit zuletzt mehr als 400 Millionen US-Dollar Handelsvolumen pro Tag.
Stablecoin-Transfers und Marktnarrative: Dust-Anteil, „Fusaka“-Effekt, Strategy im Blick
Coin Metrics wertete 227 Millionen Aktualisierungen von USDC- und USDT-Beständen aus und kam zu dem Ergebnis, dass 43% dieser Updates Kleinstübertragungen von weniger als 1 US-Dollar gewesen seien; nach „Fusaka“ habe sich die Zahl solcher Dust-Transaktionen verdreifacht. Auf Prediction Markets drehte außerdem die Stimmung zur Frage, ob Strategy (MSTR) einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkaufen könnte, während Analysten zugleich mit der Einschätzung zitiert wurden, der Bitcoin-Absturz ändere nichts. Ein deutschsprachiger Auszug beschrieb die Strategy-Aktie nach dem Bitcoin-Rückgang als stark abstürzend, ohne Kursniveaus.
Makro-Notiz: Eurozonen-Inflation sinkt im Januar
Für die Eurozone wurde eine Inflationsrate von 1,7% im Januar genannt, was 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats lag.
