Deutschland: Analysten setzen Impulse, BASF enttäuscht nachbörslich
Im deutschen Aktienuniversum sorgte Schaeffler für den auffälligsten Kursschub: Ein zustimmender Analystenhinweis trieb den Titel am Freitag um mehr als 6% auf 11,68 Euro. Im selben Kontext wurde für den Zeitraum seit April 2025 ein nahezu verdreifachter Kursverlauf genannt; außerdem wurde eine Leser-Performance von 88% Plus ausgewiesen.
BASF legte nach Handelsschluss vorläufige Kennzahlen vor, bei denen der operative Gewinn stärker nachgab, als es das Unternehmen zuvor in Aussicht gestellt hatte. Der Kurs reagierte mit Abschlägen, während Warburg Research die Einstufung „Buy“ bestätigte und das Kursziel bei 53 Euro beließ.
Bei der Deutschen Börse bekräftigte die DZ Bank ihr „Kaufen“-Votum und setzte den fairen Wert auf 270 Euro. Die Bank ordnete die geplante Übernahme der Fondsplattform Allfunds als strategisch vorteilhaft ein; Angaben zu Bewertung oder Zeitplan wurden nicht genannt.
Deutschland: Kursziele und Einstufungen quer durch Industrie und Gesundheit
Jefferies passte das Kursziel für Krones geringfügig von 164 auf 165 Euro an und blieb bei „Buy“. Warburg Research hob bei Kion die Zielmarke von 70 auf 73 Euro an und hielt ebenfalls an „Buy“ fest.
Im Medtech- und Pharmaumfeld reduzierte Berenberg das Kursziel für Carl Zeiss Meditec von 47 auf 35 Euro und bestätigte „Hold“. Für Gerresheimer blieb es bei „Hold“ mit einem Kursziel von 30 Euro, Medios wurde weiterhin mit „Buy“ und einem Ziel von 27 Euro geführt, Sartorius Vz. verblieb bei „Hold“ mit einem Kursziel von 225 Euro.
Goldman Sachs erhöhte bei Heidelberg Materials das Kursziel von 250 auf 255 Euro und ließ die Empfehlung auf „Buy“.
Im MDAX zählte Aumovio zu den festeren Werten: Die Aktie gewann am Freitag mehr als 3,5%, nachdem Jefferies die Einschätzung optimistischer formuliert hatte, ohne ein konkretes Kursziel zu nennen.
Mister Spex veröffentlichte eine Mitteilung zu Stimmrechten nach § 40 Abs. 1 WpHG; prozentuale Stimmrechtsquoten wurden dabei nicht ausgewiesen.
Europa: Pharma-Ratings, Halbleiter-Fokus und Einzelstories
Für Sanofi blieben die Analystenlager getrennt: Barclays erneuerte „Equal Weight“ mit einem Kursziel von 85 Euro, JPMorgan bestätigte „Neutral“ bei 95 Euro. Beide Einschätzungen wurden im Zusammenhang mit neuen Studiendaten zu Amlitelimab genannt, ohne dass weitere Zahlen ausgewiesen wurden.
UBS beließ ASML bei „Buy“ und nannte ein Kursziel von 1.400 Euro.
Bei europäischen Konsumgütern ordnete JPMorgan Henkel mit „Underweight“ ein, Unilever mit „Overweight“ und L’Oréal mit „Neutral“.
Aus dem Telekomsektor kamen Impulse durch veröffentlichte Zahlen: Ericsson verbuchte deutliche Kursgewinne; im Schlepptau zog auch Nokia an. Als Treiber wurden ein über den Erwartungen liegender Gewinn sowie eine angehobene Dividende bei Ericsson genannt, ohne Kurs- oder Prozentangaben.
Plug Power meldete in Europa die abgeschlossene Inbetriebnahme von Elektrolyseuren mit zusammen 100 MW Leistung an der Galp-Raffinerie im portugiesischen Sines; finanzielle Angaben wurden nicht gemacht.
Bei Eni stand charttechnisch ein mögliches Überschreiten eines Mehrjahreshochs im Fokus; als Referenzmarke wurde 16,87 Euro genannt.
Die AS LHV Group berichtete über Rückkäufe an der Nasdaq Tallinn: Am 16.01.2026 wurden 5.822 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 3,569981106 Euro erworben; für den 19.01.2026 wurde ein zusammengefasstes Volumen von 22.800 Stück angegeben.
Nordeuropa: Novo Nordisk über der 200-Tage-Linie
Novo Nordisk wies laut Text im Jahr 2026 ein Plus von 24,35% aus und beendete die Woche oberhalb von 400 dänischen Kronen; zugleich wurde ein Anstieg über die 200‑Tage‑Linie hervorgehoben. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel und bestätigte „Buy“, ohne eine konkrete Zielzahl zu nennen. Barclays verwies trotz positiver Wegovy-Daten auf Bewertungsrisiken.
USA: Breite am Markt positiv, Nvidia im Fokus
Der S&P 500 legte am Donnerstag um 0,55% zu und schloss bei 6.913 Punkten. In der Marktbreite wurden 283 steigende und 214 fallende Werte genannt, zudem ein Aufwärtsvolumen von 64%; bei den 52‑Wochen-Marken wurden 64 neue Hochs und zwei neue Tiefs ausgewiesen.
Im vorbörslichen Handel in den USA stieg Nvidia um mehr als 2%. Auslöser war ein Bericht, wonach chinesische Technologiekonzerne Nvidia-Chips erwerben dürfen; das wurde in Zusammenhang mit Aktivitäten von CEO Jensen Huang in Washington und Peking rund um regulierte Chip-Auslieferungen gestellt.
Der Dow Jones Industrial bewegte sich volatil: Zunächst fiel der Index bis auf 48.428 Punkte und markierte damit ein 11‑Tages‑Tief, anschließend folgte eine dynamische Erholung bis auf 49.607 Punkte als 3‑Tages‑Hoch. Der Ausbruch aus einer mehrtägigen Seitwärtsphase wurde als Fehlsignal beschrieben.
Im Unternehmensnachrichtenfluss platzierte Bain Capital Specialty Finance vorrangige Anleihen über 350 Mio. US‑Dollar mit einem Kupon von 5,950% und Laufzeit bis zum 1. März 2031; eine vorzeitige Rückzahlung ist zu pari zuzüglich Make‑Whole‑Prämie möglich.
Third Coast Bancshares meldete für das vierte Quartal 2025 einen Nettogewinn von 17,9 Mio. US‑Dollar nach 18,1 Mio. US‑Dollar im dritten Quartal 2025 und 13,7 Mio. US‑Dollar im vierten Quartal 2024. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,21 (basic) und 1,02 (diluted); als Grund für die Veränderung gegenüber dem Vorquartal wurden Effekte im Zusammenhang mit einer Fusion genannt.
NOVAGOLD RESOURCES INC. stockte eine zuvor angekündigte Bought-Deal-Finanzierung auf 300 Mio. US‑Dollar auf; als federführende Banken wurden BMO Capital Markets, RBC Capital Markets und Scotiabank benannt, weitere Konditionen wurden nicht ausgewiesen.
Asien: Xiaomi reagiert mit Rückkaufankündigung
Xiaomi kündigte ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Mrd. HKD an, was im Text mit rund 321 Mio. US‑Dollar beziffert wurde. Die Nachricht löste am Freitag zunächst Erleichterung aus; Details zu Stückzahl, Zeitrahmen oder bereits getätigten Käufen wurden nicht genannt.
Termine: Ifo-Prognosen für Ende Januar
Als anstehender Termin wurde der Ifo-Geschäftsklimaindex für Januar für den 26. Januar 2026 genannt. Als Erwartungswert wurde 88,0 nach 87,6 zuvor angegeben; für die Lageeinschätzung wurde eine Prognose von 86,0 genannt.
