Deutschland: Continental hält Kurs, Contitech bremst
Continental geht nach vorläufigen Kennzahlen davon aus, die eigenen Vorgaben für 2025 auf Konzernebene zu erreichen. Schwächer als vom Unternehmen erwartet entwickelte sich jedoch die zum Verkauf stehende Einheit Contitech, wobei eine ausbleibende Marktbelebung und Aufwendungen für den Umbau als Gründe genannt wurden. Nach den Eckdaten für das vierte Quartal 2025 bekräftigte Jefferies die Einstufung „Buy“ und setzte das Kursziel weiter auf 75 Euro; JPMorgan bestätigte „Overweight“, beließ das Ziel bei 76 Euro und führte die Aktie zudem auf der „Analyst Focus List“.
Deutschland: Immobilienmeldung ohne Börsenimpuls
Im heimischen Immobilienumfeld wurde eine Vermietung im Münchner Büroprojekt „Contour“ bekannt: Becken meldete einen Vertragsabschluss über rund 5.100 Quadratmeter mit Baker Tilly sowie zusätzlich 50 Stellplätze. Weitere kurs- oder marktspezifische Angaben zu den übrigen Deutschland-Themen lagen im vorliegenden Material nicht vor.
Europa: Studien prägen TotalEnergies, Airbus, Safran, Novartis
Im europäischen Aktienfokus standen mehrere Analystenkommentare. UBS blieb bei TotalEnergies nach Eckdaten für das vierte Quartal 2025 bei „Buy“ und einem Kursziel von 61 Euro; die vorgelegten Daten wurden als leicht besser als erwartet eingeordnet. RBC reduzierte bei Airbus das Kursziel von 240 auf 235 Euro und hielt an „Outperform“ fest; Safran blieb bei RBC ebenfalls auf „Outperform“ mit einem Ziel von 340 Euro. Goldman Sachs hob bei Novartis das Kursziel von 95 auf 104 Franken an, beließ das Votum jedoch bei „Sell“.
Europa: Konsum, Healthcare und Industrie im Analystenlicht
Bernstein Research bestätigte Nestlé mit „Market-Perform“ im Zusammenhang mit einer Debatte über potenziell verunreinigte Babynahrung in Asien; ein Kursziel wurde in diesem Kontext nicht genannt. Danone blieb bei Bernstein auf „Outperform“; JPMorgan hielt zugleich an „Overweight“ fest und nannte 90 Euro als Kursziel. Für Daimler Truck erhöhte Goldman Sachs das Kursziel von 37 auf 40 Euro, ohne den Status „Neutral“ zu verändern. UBS bewertete GSK im Umfeld der Übernahme von Rapt Therapeutics weiterhin mit „Neutral“ und setzte das Kursziel auf 1.940 Pence.
Europa: Novo Nordisk an der 200-Tage-Linie
Bei Novo Nordisk wurde ein charttechnischer Bezug hervorgehoben: Nach einer Erholung vom Tief Ende November bei 266,90 dänischen Kronen bewegt sich der Kurs laut Text an der 200-Tage-Linie. Gleichzeitig wird auf zuletzt eher zurückhaltende Analystenstimmen verwiesen.
USA: Trendbruch im S&P 500, Nasdaq 100 in Korrektur
Die US-Börsen zeigten am Mittwoch nach den kräftigen Verlusten des Vortags eine Stabilisierung. Als Auslöser wurde eine Rede von Donald Trump in Davos genannt, die Bedenken im Zusammenhang mit Grönland abgeschwächt habe. Am Dienstag fiel der S&P 500 um 2,06% auf 6.797 Punkte, unterschritt dabei die 50-Tage-Linie und brach nach den Angaben im Text den mittelfristigen Aufwärtstrend; erfasst wurden 100 steigende und 298 fallende Werte, während 75% des gehandelten Volumens auf Abgaben entfielen. Der Nasdaq 100 wechselte in den Korrekturmodus, markierte ein Fünfwochentief bei 24.954 Punkten und endete nach einer leichten Gegenbewegung bei 24.988 Punkten. Für den Folgetag wurden S&P-500-Futures nahezu unverändert erwartet, während Dow Jones und Nasdaq 100 jeweils rund 0,2% schwächer prognostiziert wurden.
USA: Netflix-Ausblick belastet, Targets sinken
Netflix stand unter Druck, nachdem ein schwacher Ausblick kommuniziert wurde; zudem wurden laufende Aktienrückkäufe gestoppt. Im selben Zusammenhang wurde ein geplanter Erwerb des Streaming- und Studiogeschäfts von Warner Bros. Discovery erwähnt, der vollständig in bar finanziert werden solle. Bernstein Research senkte das Kursziel für Netflix von 125 auf 115 US-Dollar und hielt an „Outperform“ fest; Goldman Sachs reduzierte das Ziel von 112 auf 100 US-Dollar bei unverändertem „Neutral“.
USA: Travelers mit höherem Überschuss, Aktie fester
Travelers meldete für 2025 einen Überschuss von rund 6,3 Mrd. US-Dollar, was im Text als gut ein Viertel über dem Vorjahr beschrieben wird. Für das vierte Quartal wurde ein Gewinnanstieg genannt, der mit geringeren Belastungen aus Katastrophenschäden begründet wurde; die Aktie legte daraufhin zu.
USA: Analysten setzen Akzente bei Apple, Nvidia, Intel, Boeing und Visa
UBS bestätigte Apple vor anstehenden Quartalszahlen mit „Neutral“ und einem Kursziel von 280 US-Dollar. JPMorgan hielt bei Nvidia an „Overweight“ fest. RBC beließ Intel vor den Quartalszahlen auf „Sector Perform“ und nannte 50 US-Dollar als Kursziel; die Veröffentlichung der Q4-Zahlen wurde für den nächsten Tag nach US-Börsenschluss verortet. Ebenfalls von RBC kam eine Anhebung des Boeing-Kursziels von 250 auf 265 US-Dollar bei weiterhin „Outperform“. Die DZ Bank bekräftigte für Visa „Kaufen“ und setzte den fairen Wert auf 400 US-Dollar.
Asien: Alibaba mit Joint Venture gesucht
Alibaba gewann am Mittwoch mehr als 2%, nachdem ein Gemeinschaftsunternehmen zur Stromproduktion zusammen mit einem führenden chinesischen Atomenergiekonzern angekündigt wurde. Finanzielle Einzelheiten zu dem Vorhaben wurden nicht genannt.
Rest der Welt: Garanti Bankasi mit MTN-Thema, Sammelklage gegen Klarna
Turkiye Garanti Bankasi A.S. berichtete über die Rückzahlung eines im Ausland platzierten Schuldtitels im Rahmen ihres MTN-Programms und verwies zudem auf eine Genehmigung der CMB für eine Anleiheemission in ausländische Märkte; Angaben zu Volumen, Laufzeit oder Verzinsung fehlten. Zusätzlich wurde eine Sammelklage gegen Klarna Group plc (NYSE: KLAR) wegen behaupteten Verstößen im Zusammenhang mit Securities Fraud für den Zeitraum vom 7. September bis 22. Dezember 2025 gemeldet.
Politik als Kurstreiber: Davos-Aussagen im Blick
Als marktbewegend wurden mehrere Aussagen von Donald Trump in Davos beschrieben: Er bekräftigte den US-Anspruch auf Grönland, stellte ein Verteidigungsprojekt in Aussicht und erklärte zugleich, auf Gewalt zu verzichten. Zudem äußerte er Zweifel an der Verlässlichkeit der Nato-Unterstützung für die USA, kritisierte Kanadas Regierungschef Mark Carney und forderte ein rasches Ende des Ukraine-Kriegs; dabei nannte er 31.000 Tote im Vormonat.
