Tarif-Schockwellen drücken Bitcoin zur Wall-Street-Eröffnung
Bitcoin geriet im Umfeld von Trump-bezogenen Zollturbulenzen und frischen Tarifdrohungen unter spürbaren Abgabedruck. Zur Eröffnung des US-Aktienhandels fiel BTC unter 90.000 US-Dollar; in einem weiteren Marktupdate wurde Bitcoin mit 91.100 US-Dollar angegeben, was einem Tagesminus von 2% entspricht. Separat wurde zudem ein Rückgang unter 92.000 US-Dollar gemeldet, verbunden mit dem Hinweis auf das Risiko eines erneuten Tests der Unterstützungszone nahe 90.000 US-Dollar. Auf Ebene der realisierten Ergebnisse verzeichneten Bitcoin-Halter erstmals seit Ende 2023 eine 30-Tage-Periode, in der insgesamt Verluste realisiert wurden.
Indikatoren liefern gleichzeitig Entwarnung und Warnsignal
Die Datenlage wurde als widersprüchlich beschrieben: Hash Ribbons sowie der Fear-and-Greed-Index wurden als Kaufhinweise eingeordnet. Demgegenüber stand eine technische Auswertung, die von einer neu entstandenen Death-Cross-Konstellation sprach und Preisbereiche bis 58.000 US-Dollar beziehungsweise erneut unterhalb von 60.000 US-Dollar als Ziele nannte. In einem Glassnode-Kontext wurden steigende Spotvolumina bei Bitcoin und ein nachlassender Verkaufsdruck hervorgehoben, während die Nachfrageseite zugleich als anfällig beschrieben wurde; im selben Zusammenhang rutschte BTC unter 93.000 US-Dollar.
Satoshi-Ära-Bewegung und Whale-Transfer als zusätzlicher Belastungsfaktor
Ein Wallet aus der frühen Bitcoin-Phase transferierte nach 13 Jahren 909,38 BTC, die in diesem Bericht mit einem Gegenwert von rund 84,6 Mio. US-Dollar beziffert wurden. Ein weiterer Abschnitt stellte einen Whale-Transfer von rund 84 Mio. US-Dollar in einen Zusammenhang mit zusätzlichem Marktdruck. Parallel meldete CryptoQuant, dass große Custody-Wallets innerhalb von zwölf Monaten Bitcoin im Wert von 53 Mrd. US-Dollar akkumuliert haben.
ETF-Flows drehen ins Minus, Ausblick bleibt dennoch „konstruktiv“
Bei den börsengehandelten Bitcoin-Produkten endete am Freitag eine Serie von vier Tagen mit Nettozuflüssen, nachdem für diesen Tag Nettoabflüsse von 394 Mio. US-Dollar bei Bitcoin-ETFs ausgewiesen wurden. In einer separaten Notiz wurden ETF-Kapitalströme dennoch als Stütze für einen weiterhin als „konstruktiv“ beschriebenen Ausblick genannt.
Ethereum verkauft ab, Taker-Indikator dreht nach Jahren
Ethereum startete in die Woche mit Verkaufsdruck, während ein Indikator eine auffällige Veränderung zeigte: Das Ether-Net-Taker-Volume drehte erstmals seit Jahren in den positiven Bereich, nachdem zuvor eine dreijährige Phase mit Verkäuferdominanz beschrieben worden war. In einem Marktupdate wurde ETH bei 3.105 US-Dollar notiert, was einem Minus von 4% entspricht. Zusätzlich verwies ein Security-Researcher auf die Vermutung, dass ein jüngster Anstieg der Aktivität im Ethereum-Netzwerk durch Dusting- oder Address-Poisoning-Angriffe beeinflusst sein könnte, begünstigt durch niedrige Gasgebühren.
Solana unter 130, onchain Signale wirken dagegen
Solana fiel unter die Marke von 130 US-Dollar; im Marktupdate wurde SOL mit 129 US-Dollar angegeben, ein Rückgang von 3%. Als Gegenargumente aus Onchain-Daten wurden Whale-Akkumulation, ein sinkender Bestand auf Börsen sowie stärkere Onchain-Kennzahlen genannt.
Litecoin fällt unter 70 und markiert ein mehrmonatiges Tief
Litecoin rutschte unter 70 US-Dollar und handelte auf Kursniveaus, die als die niedrigsten seit April 2025 beschrieben wurden. Als Auslöser wurden ein breiter Rückgang im Kryptomarkt sowie geopolitische Spannungen angeführt.
Memecoin-Handel: Volumenspitze und schnelle Abkühlung
Im Meme-Segment wurde für Montag ein kurzfristiger Sprung der Handelsaktivität auf 5,6 Mrd. US-Dollar beschrieben, gefolgt von einer Abkühlung. Im selben Marktumfeld wurden zahlreiche Meme-Coins überwiegend im Minus genannt, darunter DOGE mit -1%, SHIBA mit -1%, PEPE mit -2%, TRUMP mit -1%, BONK mit -1%, PENGU mit -4%, SPX mit -12%, WIF mit -1% und Fartcoin mit -8%. Gleichzeitig wurden Onchain-Mover aufgeführt: USOR legte um 70% zu, GSD um 50% und Eliza Town um 800%.
Optimism zwischen Buyback-Debatte und Abwärtszone
Optimism (OP) notierte am Dienstag, dem 20. Januar 2026, bei etwa 0,30 US-Dollar. Für den 22. Januar 2026 wurde eine Abstimmung über einen Vorschlag der Optimism Foundation zu einem Token-Rückkauf angekündigt. Im selben Kontext wurden als mögliche Zielbereiche 0,52 bis 0,75 US-Dollar genannt, während OP zugleich als in Richtung 0,25 US-Dollar fallend beschrieben wurde.
RedStone erweitert RWA-Datenzugang über Übernahme
RedStone übernahm Security Token Market sowie die Konferenz TokenizeThis. Laut Text stärkt die Transaktion das Oracle-Geschäft von RedStone durch den Zugriff auf einen langfristigen Datensatz zu tokenisierten Real-World-Assets; Angaben zu Kaufpreis oder weiteren finanziellen Kennzahlen wurden nicht gemacht.
Mantle-Settlement ohne klassische Bridges: Everclear startet neuen Ablauf
Everclear, zuvor unter dem Namen Connext bekannt, startete ein Cross-Chain-Asset-Settlement auf Mantle. Nutzer sollen wETH aus großen Chains in weniger als 60 Sekunden in Mantles mETH tauschen können. Der Text betonte, dass der Prozess ohne traditionelle Bridges, ohne Slippage und ohne komplexes Onboarding umgesetzt werden soll; Netting und Rebalancing wurden als Mechanismen genannt, um Liquiditätssplitterung und operative Aufwände zu senken.
Exploit bei MakinaFi: 1.299 ETH abgezogen, bisher keine technische Antwort
MakinaFi verlor durch einen Exploit 1.299 ETH, die im Bericht mit rund 4,1 Mio. US-Dollar bewertet wurden. Die Mittel wurden auf zwei Wallets verteilt, die etwa 3,3 Mio. US-Dollar beziehungsweise 880.000 US-Dollar hielten. In der Beschreibung wurden MEV-Methoden, mit MEV verknüpfte Adressen, vorgezieltes Timing von Transaktionen sowie ein Flash-Loan-Ansatz zur Preisbeeinflussung im USD-USDC-Liquiditätspool erwähnt. MakinaFi habe bislang weder eine technische Stellungnahme noch einen Plan zur Eindämmung veröffentlicht.
CFTC setzt auf neue Berater, ohne Details zu Mandaten
In den USA ernannte CFTC-Chair Michael Selig zwei Personen zu Senior Advisers, darunter einen Anwalt mit Krypto-Bezug. Einer der Ernannten war an einem Kanzlei-Schreiben beteiligt, das in einem SEC-No-Action-Letter zu Krypto-Custodians mündete; der Text nannte weder Namen noch konkrete Aufgaben, Zeitpunkt oder Umfang der Rollen.
Südkorea prüft Ende der „One-bank rule“ in der Praxis
Südkoreanische Regulatoren überprüften das Modell exklusiver Bankpartnerschaften zwischen Kryptobörsen und Banken, das als „One-bank rule“ bekannt ist. Laut Text ist dieses Modell nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber stark verbreitet und behindert kleinere Börsen beim Zugang. Parallel bereiten die Behörden den Digital Asset Basic Act vor und bewerten dabei den Wettbewerb.
Europa verschärft Zugriff: Polymarket-Blockaden in Ungarn und Portugal
Polymarket wurde von neuen europäischen Maßnahmen erfasst: In Ungarn und Portugal wurde der Zugriff blockiert, und der portugiesische Regulator ordnete an, den Betrieb innerhalb von 48 Stunden einzustellen, gestützt auf ein Online-Gambling-Gesetz aus dem Jahr 2015. Laut Text blieb die Plattform zunächst erreichbar, Regulatoren könnten jedoch Internetanbieter zur Sperrung auffordern; zusätzlich wurde erwähnt, dass Polymarket in mehr als 30 Ländern eingeschränkt ist. In den USA erließ ein Richter eine preliminary injunction, die Kalshi dazu zwingen könnte, sportbezogene Prediction Markets im Bundesstaat Massachusetts zu stoppen; das Verbot könne laut Text bereits ab Freitag gelten.
Hongkong warnt vor erzwungenen Stopps im Lizenz-Rollout
Aus Hongkong kam eine Branchenwarnung, dass die Umsetzung von Krypto-Lizenzen zu erzwungenen Betriebseinstellungen führen kann. Gleichzeitig lief eine Konsultation zu neuen Lizenzen für Virtual-Asset-Advisory und -Management. Ergänzend wurden eine geforderte Übergangsfrist von sechs bis zwölf Monaten sowie Kritik am CARF-Framework erwähnt.
Makrobelastung, Rekordgold und Druck auf Krypto-Aktien
Als makroökonomische Gegenwinde wurden eskalierende Handelsspannungen zwischen den USA und der EU genannt, verbunden mit Druck auf globale Aktienmärkte und Krypto. Gold wurde in mehreren Passagen als steigend beziehungsweise auf Rekordständen beschrieben, einmal explizit mit einem Rekordpreis von 4.750 US-Dollar. Im Umfeld des Bitcoin-Rückgangs unter 90.000 US-Dollar wurden zudem starke Einbrüche bei krypto-nahen Aktien genannt, ausdrücklich Strategy und SharpLink Gaming, ohne konkrete Kursdaten.
Unternehmens-Treasuries: Strategy kauft nach, Steak ’n Shake und BitMine positionieren sich
Strategy erwarb in der Vorwoche 22.305 BTC für 2,1 Mrd. US-Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von etwa 95.284 US-Dollar je Bitcoin und erhöhte den Bestand damit auf 709.715 BTC. Steak ’n Shake baute ein Bitcoin-Exposure von rund 10 Mio. US-Dollar auf und richtete eine Corporate BTC Strategic Reserve ein; in einer weiteren Meldung wurde präzisiert, dass 10 Mio. US-Dollar in 105 Bitcoin investiert wurden. BitMine stockte in der Vorwoche seine Ethereum-Treasury um Ether im Wert von 108 Mio. US-Dollar auf, während die Aktie BMNR im Umfeld der Trade-War-Turbulenzen dennoch fiel.
Marktinfrastruktur und Compliance: NYSE-Pläne, Chainalysis-Tool und Ledger-Phishing
Die NYSE bereitete laut Text einen 24/7-Handel für tokenisierte Aktien und ETFs vor, ohne Angaben zu Startzeitpunkt, verwendeter Blockchain oder Produktumfang. Chainalysis beschrieb eine Funktion, mit der nicht-technische Teams Onchain-Ermittlungen und Compliance-Auswertungen ohne individuellen Code durchführen können, mit dem Ziel, Untersuchungen über Entwicklergruppen hinaus zu skalieren. Zusätzlich wurde ein Datenleck bei einem externen E-Commerce-Dienstleister beschrieben, das Phishing-Angriffe gegen Ledger-Kunden ermöglichte, ohne dass Ledger-Wallets oder Self-Custody-Systeme kompromittiert wurden.
Governance, Stimmrechtskonzentration und Policy-Debatte um Marktstruktur
Vitalik Buterin sprach sich für anspruchsvollere Governance-Modelle in DAOs aus, um Verantwortlichkeit, Koordination und langfristige Tragfähigkeit zu stärken. Bei einer WLFI-Governance-Abstimmung zu einer USD1-Wachstumsproposal lagen nahezu 60% der Stimmrechte bei den neun größten Wallets; der Text berichtete über Gegenwind und Fragen nach Insider-Einfluss, auch weil gesperrte Holder nicht abstimmen konnten. Coinbase argumentierte in einem Policy-Paper, dass der Zugang zu Kapitalmärkten für Vermögensaufbau wichtiger sei als Einkommen oder klassisches Banking, und verwies auf Tokenisierung als möglichen Weg zu breiterer Beteiligung. Coinbase-CEO Brian Armstrong kündigte in Davos an, an einer „Win-Win“-Lösung für ein Market-Structure-Bill zu arbeiten, eine Woche nachdem Coinbase die Unterstützung für das Gesetz zurückgezogen hatte, und er wolle Bank-CEOs treffen.
