Deutschland: Zollrhetorik drückt den Leitindex
Der DAX startete mit einem Minus von 1,34% bei 24.940,47 Punkten in den Handel und rutschte damit unter 25.000 Zähler. Als Belastung wurden am Markt Drohungen aus den USA zu möglichen Zöllen genannt, die im Umfeld des Streits um Grönland diskutiert wurden; Angaben zu konkreten Sätzen oder Terminen lagen dazu nicht vor.
Deutschland: Auto- und Industriewerte im Abwärtsstrudel
Im deutschen Autosektor standen mehrere Titel unter Druck. BMW gab zeitweise um 3,56% auf 85,56 Euro nach, die Volkswagen-Vorzugsaktie verlor 3,04% auf 98,32 Euro. Zusätzlich wurde auf Abschläge deutscher Hersteller von rund 4% bis 6% im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag verwiesen; genannt wurden BMW, Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche. Auch Siemens Energy geriet im Zusammenhang mit der Zollthematik auf die Verkaufsseite, ohne dass dafür Kursstände genannt wurden.
Deutschland: Analysten- und Unternehmenssignale setzen Akzente
Bei Bayer hob die DZ Bank den fairen Wert von 41 auf 51 Euro an und hielt an der Einstufung „Kaufen“ fest; Anlass war, dass der US Supreme Court im Glyphosat-Komplex den Fall „Durnell“ zur Prüfung annahm. Für Lanxess bestätigte UBS das Votum „Sell“ bei einem Kursziel von 14 Euro. Jefferies beließ Bechtle, Nemetschek, SAP und Cancom jeweils auf „Buy“, ohne Zielmarken zu nennen. Berenberg erneuerte für Henkel-Vorzugsaktien die Einstufung „Hold“ und setzte das Kursziel auf 80,40 Euro.
Deutschland: MDAX-Lichtblicke und formale Beteiligungsmeldungen
Nordex gehörte im MDAX zu den wenigen Werten im Plus; als Kurstreiber wurde ein neuer Geschäftsabschluss genannt, ohne weitere Kennziffern. Ebenfalls als auffällig starke Titel wurden Renk und Hensoldt bezeichnet. Hensoldt veröffentlichte zudem eine Meldung nach § 40 WpHG ohne ausgewiesene Stimmrechtsprozente; die Staatl. Mineralbrunnen AG teilte mit, dass die VFHV GmbH direkt mehr als 25% der Aktien hält und damit eine Mehrheitsbeteiligung gegeben ist.
Deutschland: Weitere kapitalmarktnahe Themen ohne Kennzahlen
Die Bundesnetzagentur legte ein Papier zu einer lokalen Pflicht zur Abschaltung von DSL/VDSL vor, das die Deutsche Telekom betrifft, ohne dass finanzielle Angaben gemacht wurden. Außerdem beteiligte sich die Allianz im Rahmen einer Finanzierungsrunde an Wrisk, ebenfalls ohne veröffentlichte Eckdaten. Rheinmetall vereinbarte mit Energy Partners Vorhaben für Photovoltaik sowie Batteriespeicher; zu Umfang und Zeitplan wurden keine Angaben gemacht. Chemiewerte wie BASF, Lanxess und Brenntag starteten schwach, ohne dass konkrete Kursbewegungen genannt wurden.
Europa: Fondsrekord in Österreich und Fastned-Kennziffer
In Österreich stieg das verwaltete Volumen von Investmentfonds 2025 nach einem Zuwachs von 7,5% auf rund 236,5 Milliarden und markierte damit einen Höchststand. Fastned berichtete Kennzahlen zum Quartal und zum Gesamtjahr 2025 und bezifferte den durchschnittlichen Umsatz je Standort auf 335.000 Euro.
Europa: Analysten justieren Ziele und Ratings
UBS reduzierte vor den Zahlen zum vierten Quartal das Kursziel für Ahold Delhaize von 36 auf 35 Euro und blieb bei „Neutral“. Im Luxussegment positionierte UBS LVMH, Richemont, EssilorLuxottica und Ferrari jeweils mit „Buy“, während Hermes, Hugo Boss und Kering mit „Neutral“ eingestuft wurden; Kursziele wurden dabei nicht genannt. Jefferies bestätigte Danone mit „Buy“ und einem Kursziel von 86 Euro, Berenberg bekräftigte Beiersdorf mit „Buy“ bei einem Ziel von 144 Euro. JPMorgan ließ Zurich Insurance auf „Underweight“ und nannte im Vorfeld der Jahreszahlen am 19. Februar ein Kursziel von 525 Franken. Deutsche Bank Research erhöhte bei Orsted das Kursziel von 120 auf 130 dänische Kronen und beließ die Einstufung auf „Hold“; für National Grid ging das Ziel von 1150 auf 1250 Pence nach oben, das Rating blieb „Buy“.
Europa: Rechtsstreit um LNG-Beihilfen und Stimmrechtsmeldungen
Deutsche Regas teilte mit, auf EU-Ebene gegen aus ihrer Sicht unrechtmäßige Beihilfen für den staatlichen LNG-Terminalbetreiber Deutsche Energy Terminal (DET) vorzugehen; konkrete Beträge wurden nicht genannt. Zudem veröffentlichte The Vanguard Group, Inc. mehrere Form-8.3-Mitteilungen zu American Axle & Manufacturing Holdings, JTC plc, Glencore plc, Avadel Pharmaceuticals plc, Rio Tinto plc/Rio Tinto Limited sowie Unite Group plc, ohne Positionsgrößen oder Transaktionsdetails auszuweisen.
USA: IPO-Vorbereitung und einzelne Corporate-News
Nach Bloomberg-Informationen arbeitet Anchorage Digital an einer Kapitalaufnahme von bis zu 400 Mio. US-Dollar, die als unmittelbare Vorbereitung für einen Börsengang im kommenden Jahr beschrieben wurde; Details zu Bewertung oder Terminierung fehlten. Johnson Fistel, PLLP kündigte eine Untersuchung zu Starbucks (NASDAQ: SBUX) wegen möglicher Pflichtverstöße von Officers und Directors an, ohne Angaben zu finanziellen Folgen. Zu Tesla wurde für 2025 berichtet, dass das Unternehmen in einem US-Ranking der größten Rückgänge bei Elektroauto-Verkäufen mit zwei Modellen an der Spitze steht; Modellbezeichnungen sowie Stück- oder Prozentwerte wurden nicht genannt.
USA: Rohstoff- und Energiethema auf Unternehmensebene
Nexus Uranium Corp. meldete den Kauf der Uran-Claims RC in South Dakota und damit eine Ausweitung der Präsenz in diesem Bundesstaat; finanzielle Details sowie Projektkennzahlen wurden nicht veröffentlicht.
Asien: Iran signalisiert Lockerung der Netzrestriktionen
Aus dem Iran wurde eine angekündigte Aufweichung der Internet-Blockade bis Freitag gemeldet, ohne dass konkrete Maßnahmen benannt wurden.
Rest der Welt: Karsan kündigt CES-Auftritt an
Karsan stellte eine Präsentation autonomer Mobilitätslösungen auf der CES 2026 in Las Vegas in Aussicht; Umsatz- oder Auftragszahlen wurden dazu nicht genannt.
