Deutschland: Entlastung bei Preisen, neue Förderimpulse
Zum Jahresende geht die Teuerung in Deutschland auf 1,8 Prozent zurück. Als dämpfende Faktoren werden niedrigere Kosten unter anderem für Benzin und Butter genannt. Parallel rückt eine erneute staatliche Unterstützung für den Kauf von Elektroautos in den Fokus, auch wenn die Ausgestaltung laut vorliegenden Angaben zunächst unklar bleibt. Zudem ist eine neue Kaufprämie vorgesehen, die nach Aussagen von Umweltminister Schneider rückwirkend für Zulassungen nach Neujahr gelten und etwa 800.000 Neuanschaffungen unterstützen soll; Anträge sind jedoch noch nicht unmittelbar möglich.
Für neue Gaskraftwerke in Deutschland ist eine staatliche Förderung geplant, die die Versorgungssicherheit stärken soll. Friedrich Merz bewertet eine Zustimmung auf EU-Ebene als wahrscheinlich, zugleich wird betont, dass Brüssel noch entscheiden muss. Eine weitere Meldung spricht in diesem Zusammenhang von einer Zwischenvereinbarung mit der Europäischen Union.
Deutschland: Unternehmen zwischen Insolvenz, Investitionen und Aufsichtsratsfragen
In der Hotellerie meldet die Revo Hospitality Group, die zuvor als HR Group bekannt war, Insolvenz an. Betroffen sind 5.500 Beschäftigte; das Unternehmen betreibt 250 Hotels unter Marken von Hilton, Accor, Wyndham und Marriott. In Sachsen-Anhalt reagierte das Wirtschaftsministerium auf die Insolvenz des Chemiebetriebs Domo, die am ersten Weihnachtsfeiertag bekannt wurde: Nachdem Verhandlungen mit Gläubigern zwei Wochen später ohne Ergebnis geblieben waren, ordnete Wirtschaftsminister Schulze aus Gründen der Gefahrenabwehr eine Fortführung des Betriebs an.
Im industriellen Umfeld plant Blackstone ein Rechenzentrum in Nordrhein-Westfalen mit einem Investitionsvolumen von 4 Milliarden Euro; der Standort ist ein früheres Kraftwerksareal. Im Stahl- und Metallsektor führt Worthington Steel Gespräche über eine Übernahme von Klöckner, die im Text als milliardenschwer beschrieben wird; die Verhandlungen laufen demnach seit Ende des vergangenen Jahres.
Bei ZF Friedrichshafen fällt eine Governance-Frage auf: Der Aufsichtsrat soll erneut über eine Verlängerung des Vertrags der Personalvorständin abgestimmt haben, obwohl der Vertrag nach Darstellung bereits verlängert gewesen sein soll; der Vorgang wird als ungewöhnlich eingeordnet. Beim Hausgerätehersteller Miele steht ein mutmaßlicher Betrug im Raum: Eine als „Großfamilie“ bezeichnete Gruppe soll eine Schwachstelle ausgenutzt und so einen Schaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro verursacht haben; die Darstellung ordnet das Vorgehen einer Betrugsstruktur eines kriminellen Clans zu.
Deutschland: Bauzahlen steigen, Ausbildungsmärkte geraten ins Stocken
Für November 2025 wird ein deutlicher Anstieg bei Baugenehmigungen gemeldet: In Deutschland wurden Genehmigungen für mehr als 20.000 Wohnungen erteilt, mit einem besonders starken Plus bei Einfamilienhäusern. Gleichzeitig werden Experten zitiert, die dennoch eine pessimistische Einschätzung vertreten.
Bei Fahrschulen wirkt eine geplante Reform, die den Erwerb des Führerscheins günstiger machen soll, bereits vorab auf die Nachfrage. Betriebe berichten von sinkenden Anmeldezahlen, während der Zeitpunkt der Reform als nicht feststehend beschrieben wird; zudem wird das Risiko von Kurzarbeit erwähnt.
Deutschland: Finanzvertrieb im Umbruch und neue Industrieansätze
Sparkassen reagieren auf den Wettbewerbsdruck durch Neobroker wie Trade Republic und wollen verhindern, dass insbesondere jüngere Kundinnen und Kunden abwandern. In diesem Zusammenhang wird ein 27-Jähriger als Schlüsselfigur genannt; der Umbau werde nach Darstellung nur gelingen, wenn dafür etablierte Grundsätze aufgegeben werden.
Ein Industrie-Start-up namens HyperHeat positioniert sich mit elektrischen Heizsystemen, die Prozesswärme bis 2000 Grad bereitstellen und Gasbrenner ersetzen sollen. Als Investor wird Olaf Joeressen genannt.
Europa: Gasströme neu sortiert, Preisrisiken nehmen zu
Deutschland bezieht erstmals Erdgas aus Aserbaidschan über eine Pipeline, die durch Südosteuropa führt. Das wird in den Zusammenhang gestellt, dass Europa vollständig ohne russische Lieferungen auskommen will. Eine Ausweitung der Transportmöglichkeiten wird als grundsätzlich möglich beschrieben, würde jedoch zusätzliche Investitionen erfordern.
Der Gaspreis steigt auf den höchsten Stand seit fast einem halben Jahr. Als Treiber werden frostige Temperaturen und ein ungewöhnlich kalter Winter genannt, außerdem die globale Lage sowie Reserven, die unter dem üblichen Niveau liegen.
Europa: Pharma warnt vor Preis- und Marktzugangskonflikt
Stefan Oelrich, Pharma-Vorstand bei Bayer, stellt höhere Arzneimittelpreise in Europa in Aussicht. Als Alternative wird von ihm die Möglichkeit genannt, dass bestimmte Medikamente andernfalls womöglich gar nicht mehr auf den Markt gebracht würden.
USA: Handelspolitik und neue Strom-Auktionen für KI
Washington und Taipeh haben ein Zollabkommen vereinbart, das niedrigere Importabgaben für taiwanische Produkte vorsieht. Als Gegenleistung ist laut Darstellung eine Investitionszusage Taiwans in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten vorgesehen, unter anderem über neue Werke von Chip- und Technologiekonzernen; zugleich wird berichtet, dass nicht alle beteiligten Unternehmen zufrieden sind.
Aus den USA kommen zudem Vorwürfe in Richtung Europäische Union: Washington kritisiert, die EU strebe in Südamerika eine marktabschottende Position im Käsehandel an. Die Vorwürfe werden zeitlich im Umfeld einer geplanten Handelsunterzeichnung verortet, nachdem die Gespräche dem Text zufolge 25 Jahre gedauert haben.
Donald Trump fordert eine Notfallauktion für Energie: Betreiber von Rechenzentren beziehungsweise große Technologiekonzerne sollen für den Strombedarf von KI zahlen und in Auktionen um Verträge zum Kraftwerksbau konkurrieren. Durchsetzen solle das nach dieser Darstellung der größte Netzbetreiber der Vereinigten Staaten.
USA: Notenbank-Unabhängigkeit als Risiko für Kriseninstrumente
Ein Beitrag warnt vor Folgen einer weniger unabhängigen US-Notenbank: Sollte eine Trump-Regierung stärker auf die Zentralbank einwirken, könnten globale Swap-Linien als Instrument in Krisenzeiten riskanter werden.
Asien: China, Autoabsatz und strategische Deutungshoheit
Porsche wird mit einer Absatzschwäche beschrieben, die besonders stark in China ausfällt. Die Verkäufe gehen laut Darstellung deutlich zurück; für 2025 wird das Niveau des Corona-Jahres 2020 genannt, verbunden mit einem besonders starken Einbruch in China und einem als düster beschriebenen Ausblick.
Ein weiterer Beitrag thematisiert, wie China Europas Anspruch auf „strategische Autonomie“ für sich beansprucht und welche Konsequenzen daraus für Europa entstehen.
Japan wird in einem Kommentar als Anlegerliebling im Kontext eines „fiscal paradox“ beschrieben, verbunden mit dem Hinweis, dass sich diese Sichtweise wieder drehen könne; konkrete Daten werden dabei nicht genannt.
Rest der Welt: Kanada sucht neue Märkte, Katalonien wirbt um Anleger
Kanada und China haben ein Handelsabkommen geschlossen, das Zollsenkungen sowie den Abbau von Handelshemmnissen vorsieht. Der Schritt wird als Annäherung nach mehreren Jahren der Spannungen eingeordnet. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigt an, die Wirtschaft des Landes gegen Risiken aus den USA abzusichern; er verweist dabei auf große Infrastrukturvorhaben und die Erschließung zusätzlicher Absatzmärkte.
Aus Spanien wird berichtet, dass Katalonien Investoren, auch in Deutschland, über eine Anleihe attraktive Erträge in Aussicht stellt. Konkrete Renditen oder Details zur Emission werden nicht genannt.
Rest der Welt: Venezuela, Öl und Einflussverschiebungen
Im Verhältnis zu Venezuela wird beschrieben, Russland habe das Regime in Caracas über Jahre mit Krediten gestützt und in die Ölindustrie investiert. Als Auslöser dafür, dass Russland in Venezuela an Einfluss verliert, wird ein von Trump ausgelöster Vorstoß gegen Maduro genannt; im Text wird betont, dass dabei nicht vorrangig wirtschaftliche Motive im Mittelpunkt standen.
Ein FirstFT-Newsletter meldet zudem, die USA hätten erste Verkäufe von venezolanischem Öl gestartet. In derselben Quelle heißt es, Investmentbanken hätten ihre Erträge im Aktienhandel ausgeweitet, ohne dass Mengen, Preise oder Namen genannt werden.
Europa & Pazifik: EU verhandelt mit Australien über Agrarzugang
Für den Abschluss eines Abkommens ringen die Europäische Union und Australien weiterhin um Regeln zu Lebensmittelimporten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll im kommenden Monat nach Australien reisen, um das Abkommen zu unterzeichnen.
Gesellschaft, Recht und Governance: Streitfälle mit wirtschaftlicher Wirkung
Ein Medizinrechtsfall dreht sich um die Klage eines Patienten nach einer fehlgeschlagenen Operation und greift zugleich die Debatte über häufig nicht notwendige Eingriffe auf. Zudem wird auf prämierte Medizinrechtler verwiesen, die Betroffene unterstützen können.
Im Umfeld der Mehl-Mülhens-Stiftung wird über Konflikte zur Leitung der Stiftung und über einen Besuch eines Schlosses berichtet. Gerichtliche Entscheidungen sollen Zweifel ausgelöst haben, ob die Verwaltung im Sinne der Stifterin erfolgt.
Ein Beitrag thematisiert außerdem das politische Engagement von Unternehmenslenkern, betont Zielkonflikte und fordert klarere Regeln. Zwei Gastbeiträge stehen daneben für gegensätzliche fiskalpolitische Forderungen: Der eine plädiert dafür, sich an der Schweiz zu orientieren und kostspielige Wahlzusagen zu kritisieren, der andere verlangt die vollständige Abschaffung der Erbschaftsteuer.
Historischer Kontext: Großmachtlogik als Konstante
Ein Rückblick erinnert an den Kauf eines US-Territoriums in der Größenordnung Grönlands. Die Zustimmung der Bevölkerung wird dabei als nachrangig dargestellt, während machtpolitische Interessen als treibende Kraft beschrieben werden.
