Deutschland: Rekordlauf im Leitindex, klare Ausschläge bei Einzeltiteln
Der DAX eröffnete den Dienstag bei 25.408,37 Punkten und lag damit 0,01% über dem Vortag. Im weiteren Verlauf schob sich der Index über die Marke von 25.500 Zählern und setzte damit eine neue Bestmarke. Im Umfeld der US-Preisdaten für Dezember wurden zudem leicht positive Impulse bei US-Index-Futures erwähnt.
Im SDAX rückte Verbio an die Spitze, nachdem ein Analystenhaus das Papier hochgestuft hatte; der Kurs erreichte dabei den höchsten Stand seit zwei Jahren. Im DAX stand Continental am Ende der Tabelle und verlor 2,8%, nachdem Berenberg die Aktie herabgesetzt hatte. Deutlich abwärts ging es auch bei SMA Solar, die nach einer Einschätzung von Jefferies am Nachmittag rund 9% nachgaben.
Deutschland: Unternehmensmeldungen und Analystenurteile prägen den Takt
7C Solarparken entschied sich für ein Programm zum Rückkauf eigener Aktien und veröffentlichte dazu eine Ad-hoc-Mitteilung. BASF stellte eine Akquisition in der Einheit Agricultural Solutions in Aussicht und kündigte die Übernahme von AgBiTech an.
RBC senkte das Kursziel für Rational auf 580 Euro und beließ das Votum bei „Underperform“. Für Nordex hob RBC das Ziel auf 26 Euro an, hielt jedoch ebenfalls an „Underperform“ fest. MTU erhielt von RBC ein höheres Kursziel von 390 Euro bei weiterhin „Sector Perform“. Gea wurde von RBC mit „Sector Perform“ bestätigt, das Ziel liegt bei 56 Euro. Siemens blieb bei RBC auf „Sector Perform“ mit einem Ziel von 245 Euro. Siemens Energy wurde bei RBC mit „Outperform“ eingestuft; das Kursziel wurde auf 150 Euro angehoben.
Im Blickfeld des Marktes stand zudem Lufthansa: Trotz einer Phase der Konsolidierung wurde die Aktie als möglicher Kandidat für einen zügigen Wiedereinzug in den DAX bezeichnet. Das Deutsche Aktieninstitut bezifferte für 2025 die Zahl der Aktionäre in Deutschland auf 14,1 Millionen.
Deutschland: Telekom und Logistik mit klaren Zielmarken der UBS
UBS bestätigte 1&1 mit „Buy“ und einem Kursziel von 27,90 Euro und verwies dabei auf aus ihrer Sicht gute Perspektiven für den europäischen Telekomsektor. Bei Vodafone erhöhte UBS das Kursziel von 80 auf 82 Pence, beließ die Aktie aber auf „Sell“. Freenet wurde bei UBS von 29,50 auf 28,50 Euro heruntergenommen, die Einstufung blieb „Neutral“. United Internet blieb bei UBS auf „Buy“ mit einem Kursziel von 35,10 Euro, Deutsche Telekom ebenfalls auf „Buy“ mit 35,70 Euro.
UBS bestätigte außerdem die DHL Group mit „Neutral“ und einem Kursziel von 42,50 Euro.
Europa: RBC justiert Ziele – Industrie, Luftfahrt und Wind im Fokus
RBC erhöhte in Europa mehrere Kursziele: ABB wurde von 54 auf 55 Franken angehoben, das Urteil blieb „Sector Perform“. Volvo erhielt ein angehobenes Ziel von 340 SEK nach zuvor 310 SEK, die Einstufung blieb „Outperform“. Rolls-Royce wurde bei RBC von 1.275 auf 1.400 Pence hochgesetzt und weiterhin mit „Outperform“ bewertet. Für Vestas Wind Systems hob RBC das Kursziel von 165 auf 200 DKK an, ebenfalls bei unverändertem „Outperform“.
Bei ASML wurde eine Kursentwicklung von etwa 75% seit Anfang September 2025 genannt, verbunden mit der Nähe zu neuen 52-Wochen-Hochs. Novo Nordisk wurde als Aktie beschrieben, die sich seit einem Korrekturtief im November wieder erholt hat. Für TKMS wurde ein Plus von rund 20% seit dem letzten Update erwähnt; die Einschätzung wurde als „Halten“ in der Nähe eines per DCF abgeleiteten Fair Values eingeordnet.
USA: Inflationsdaten stützen – große Indizes mit kleinen Aufschlägen
An der Wall Street sorgten im Dezember niedrigere US-Inflationsdaten nach zwei vorherigen Tagen mit Rekorden für weitere, allerdings nur moderate Gewinne. Konkrete Stände oder prozentuale Veränderungen der US-Indizes wurden nicht genannt.
Ein Ausblick zum S&P 500 verwies auf eine positive Erwartung für 2026 und darauf, dass das Gewinnwachstum nicht mehr ausschließlich von großen Technologiekonzernen getragen werde; auch hierzu wurden keine Zahlen angeführt.
USA: Unternehmensnachrichten – Airlines, Flugzeugbauer und Banken in Bewegung
Delta Air Lines meldete im operativen Tagesgeschäft wegen höherer Kosten ein schwächeres Ergebnis als im Vorjahresvergleich und legte zudem ein Gewinnziel für 2026 vor, das als enttäuschend beschrieben wurde. Gleichzeitig gab Delta eine Bestellung über 30 Boeing 787 „Dreamliner“ bekannt; die Delta-Aktie wurde als schwächer notierend eingeordnet.
Boeing erhielt zusätzlich einen Auftrag der Aviation Capital Group über 50 Jets vom Typ 737 Max; im Text wurde die Boeing-Aktie als deutlich fester beschrieben.
JPMorgan berichtete für das Schlussquartal von einem Gewinn, der um rund 1 Mrd. US-Dollar auf gut 13 Mrd. US-Dollar zurückging, während die Erträge über den Analystenerwartungen lagen. Als Belastungsfaktor wurde die Einbindung der Apple Card genannt; die Aktie wurde etwas tiefer verortet.
Nach der Nachricht zur Nutzung von Googles Gemini für die nächste Siri-Generation blieb Apple bei JPMorgan auf „Overweight“, das Kursziel wurde mit 305 US-Dollar angegeben. Bernstein Research bestätigte Diageo mit „Outperform“, nachdem ein Bloomberg-Bericht über einen möglichen Deal in China aufgegriffen worden war.
USA: Alphabet über der Vier-Billionen-Marke
Alphabet überschritt laut Text eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen US-Dollar und wurde damit als viertes Unternehmen mit dieser Schwelle bezeichnet. Als unterstützend wurde gewertet, dass Apple für die nächste Ausbaustufe von Siri auf Gemini-Modelle von Google setzt. Zudem wurde eine überwiegend positive Analystenhaltung zur Alphabet-Aktie erwähnt, ohne konkrete Einstufungen oder Kursziele zu nennen.
Asien: SK hynix forciert Ausbau für KI-getriebene Nachfrage
SK hynix kündigte den Bau einer neuen Fabrik für Speicherchips an und bezifferte das Investitionsvolumen auf 13 Mrd. US-Dollar. Als Begründung wurde eine stark gestiegene Nachfrage genannt, die im Text mit KI in Verbindung gebracht wurde; als Standort wurde Seoul in Korea angegeben.
Rest der Welt: Weltbank hebt Prognose an, mahnt aber zur Vorsicht
Die Weltbank erhöhte ihre Erwartung für das globale Wachstum und begründete dies unter anderem mit einem Investitionsboom rund um KI. Gleichzeitig wurde vor einem schwachen Jahrzehnt gewarnt; konkrete neue Wachstumsraten oder Jahreszahlen wurden nicht genannt.
Banken: UBS bleibt bei Kaufvoten für BNP Paribas und Santander
Im Bankensektor bestätigte UBS BNP Paribas mit „Buy“ und einem Kursziel von 103 Euro. Santander wurde bei UBS ebenfalls mit „Buy“ bewertet; das Kursziel liegt bei 11,30 Euro. Als Umfeld wurde eine seit Dezember laufende positive Entwicklung von Bankaktien beschrieben.
