Deutschland: Research-Impulse und ein SDAX-Ausreißer
RBC Capital Markets hielt bei der DWS Group an „Outperform“ fest und setzte das neue Kursziel auf 60 Euro. Parallel dazu wurde eine Vorabmitteilung zur anstehenden Veröffentlichung von Finanzberichten nach den §§ 114, 115 und 117 WpHG bekannt gemacht. Bei Kion wurde der Vertrag von Finanzvorstand Christian Harm bis Juli 2029 verlängert; Harm bekleidet das CFO-Amt seit Juli 2023. Aus dem Analystenlager kamen mehrere Anpassungen: MWB Research stufte Fresenius Medical Care von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 46 auf 47 Euro, wobei die beschleunigte Umsetzung des Aktienrückkaufprogramms als Begründung genannt wurde. Goldman Sachs bestätigte für Merck KGaA „Buy“ und hob das Kursziel von 146 auf 155 Euro an. Deutsche Bank Research wechselte bei Beiersdorf von „Hold“ zu „Buy“ und erhöhte das Kursziel von 98 auf 105 Euro. Bei Sartorius Stedim senkte Goldman Sachs nach einem vorangegangenen Kursanstieg das Votum von „Buy“ auf „Neutral“, ließ das Kursziel jedoch bei 246 Euro. Berenberg bestätigte MTU Aero Engines mit „Buy“ und einem Kursziel von 450 Euro. Für Renk reduzierte Berenberg das Kursziel von 84 auf 76 Euro bei weiterhin „Buy“. Auch bei Rheinmetall nahm Berenberg das Ziel zurück, von 2340 auf 2200 Euro, und hielt zugleich an „Buy“ sowie am Status als Top-Favorit fest. JPMorgan blieb bei Hensoldt bei „Neutral“ und nannte ein Kursziel von 90 Euro. Eine auffällige Kursbewegung gab es bei Deutz: Der Wert führte den SDAX an, legte um mehr als 5% zu, stieg über 10 Euro und lag seit Jahresbeginn mit einem Plus von über 25% im Gewinn.
Europa: Konsumwerte im Fokus der Banken
Im europäischen Konsum- und Lebensmittelbereich nahm Deutsche Bank Research mehrere Umstufungen und Zielanpassungen vor. Danone wurde von „Hold“ auf „Sell“ zurückgesetzt, das Kursziel ging von 74 auf 67 Euro zurück. Für L’Oréal erhöhte die Deutsche Bank das Kursziel von 340 auf 360 Euro und verbesserte die Einstufung von „Sell“ auf „Hold“. Bei Nestlé senkte die Deutsche Bank das Kursziel von 88 auf 82 Franken und hielt am „Hold“-Rating fest. Henkel Vz. wurde von Deutsche Bank Research erneut mit „Buy“ und einem Kursziel von 82 Euro bewertet, Unilever ebenfalls mit „Buy“ bei einem Ziel von 5150 Pence. Jefferies bekräftigte die Kaufempfehlung für Ahold Delhaize und beließ das Kursziel bei 42 Euro; im Mittelpunkt stand dabei das US-Geschäft des Konzerns. Berenberg bestätigte außerdem für Safran das Votum „Buy“ und setzte das Kursziel bei 350 Euro an.
USA: Leitindizes rutschen zum Wochenauftakt
An der Wall Street starteten die wichtigsten Benchmarks mit Verlusten in die neue Woche. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0,8% auf 49.124 Punkte, der S&P 500 gab 0,3% nach und schloss bei minus 0,3%, während der Nasdaq Composite 0,2% abgab. Als Auslöser wurde Unsicherheit mit Blick auf die US-Notenbank genannt.
Asien: Hongkong mit kräftigem Plus, Tech stark
In Hongkong legte der Hang Seng um 1,44% zu. Alibaba und Baidu wurden als zwei der stärksten Gewinner des Tages hervorgehoben.
Rest der Welt: Rohstoff- und ETF-Nachrichten aus dem internationalen Umfeld
Jefferies bestätigte bei Rio Tinto die Einstufung „Hold“ und nannte ein Kursziel von 5700 Pence. Aus dem ETF-Segment wurde gemeldet, dass der UCITS-ETF-Markt 2025 laut Dezember-Bericht Mittelzuflüsse von 324,8 Milliarden Euro verzeichnete. Zudem brachten Comdirect und State Street Investment Management gemeinsam einen ETF auf den S&P All World Index an den Start.
Automobil: Schwächere Auslieferungen bei VW und Mercedes-Benz
Im Autosektor wurden für 2025 niedrigere Absatzwerte bei Volkswagen und Mercedes-Benz gemeldet, wobei Rückgänge in China und den USA als Belastungsfaktoren genannt wurden. Volkswagen kam 2025 weltweit auf 8,98 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge, was einem Minus von 0,5% entspricht. Der Impuls wirkte zudem auf weitere Titel aus der Branche, die im Zusammenhang mit Exportregeln Richtung China unter Druck gerieten.
