Deutschland: DAX tritt auf der Stelle, Unternehmen liefern Schlagzeilen
Der DAX eröffnete den Dienstag praktisch unverändert und lag zum Start 0,06% höher bei 24.297,62 Punkten. Im weiteren Verlauf blieb der Leitindex nur leicht im Plus. Für 2025 wurde im gleichen Kontext ein Zuwachs von 22% seit Jahresbeginn sowie ein neues Rekordniveau genannt.
Mercedes-Benz informierte über Vergleichslösungen mit US-Bundesstaaten im Zusammenhang mit dem Diesel-Themenkomplex. Diese Vereinbarungen sind noch nicht endgültig, weil sie erst durch ein Gericht bestätigt werden müssen; das Unternehmen zielt damit auf eine Verringerung der juristischen Unsicherheiten in den laufenden US-Verfahren.
Branicks Group AG reduzierte am 23.12.2025 die Erwartungshaltung für 2025 und begründete den Schritt mit verspäteten Abschlüssen, die insbesondere das vierte Quartal treffen. Gerresheimer reagierte auf eine Überprüfung durch die BaFin und stellte Anpassungen bei der Bill-and-Hold-Abwicklung in Aussicht; daraus folgt eine Korrektur beim Umsatz, die den Konzernabschluss 2024 betrifft. Jefferies hielt in diesem Zusammenhang an der Kaufempfehlung für Gerresheimer fest.
Bei DEWB wurden eine Zusammenlegung von Aktien und zudem eine Veränderung im Aufsichtsgremium gemeldet. PAL Next teilte am 23.12.2025 eine Sacheinlage-Kapitalmaßnahme aus genehmigtem Kapital mit, bei der eine Forderung eingebracht wird. Rheinmetall kündigte eine Zusammenarbeit mit dem polnischen Deep-Tech-Anbieter SATIM Monitoring Satelitarne an, die sich auf Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz und Satellitentechnologie bezieht. Hapag-Lloyd treibt über Hanseatic Global Terminals die Ausweitung des Terminalgeschäfts voran und plant gemeinsam mit der Imetame Group einen neuen Mega-Hub in Brasilien. Rüstungsaktien wie Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS reagierten laut Bericht nur zurückhaltend auf einen politischen Gipfel in Miami, ohne dass dazu konkrete Kursbewegungen genannt wurden.
Europa: Analysten setzen Akzente, Airlines im Fokus
Jefferies bestätigte für Orsted das Votum „Hold“ und nannte ein Kursziel von 130 DKK. JPMorgan blieb bei Roche und Sanofi jeweils bei „Neutral“, stufte Novartis weiterhin mit „Overweight“ ein und hielt an „Underweight“ für GSK fest. RBC bekräftigte für die International Airlines Group die Einstufung „Outperform“ und setzte das Kursziel auf 500 Pence.
Zur Ryanair-Aktie wurde ein starkes Plus im Börsenjahr 2025 erwähnt, gefolgt von einer jüngeren Phase der Konsolidierung. Für den laufenden Handel wurde Gegenwind aus Italien als Belastungsfaktor genannt, ohne dass Kursniveaus oder Tagesbewegungen beziffert wurden.
USA: Jahresendrally verliert Schwung, Dow im Minus
In den USA ebbte eine zuvor drei Tage andauernde Jahresendbewegung nach oben ab, nachdem robuste BIP-Daten veröffentlicht worden waren. Im frühen Handel fiel der Dow Jones um 0,2% auf 48.285 Punkte.
Für das dritte Quartal wurde beim US-Bruttoinlandsprodukt ein annualisiertes Wachstum von 4,3% ausgewiesen; erwartet worden waren 3,3%, nach 3,8% im zweiten Quartal. Zusätzlich wurde ein höherer BIP-Preisindex erwähnt, ohne konkrete Zahl. Von der US-Notenbank kam für November ein Wert zur Industrieproduktion: plus 0,2%, während der Konsens bei plus 0,1% lag.
Bei Einzeltiteln wurde Microsoft kurz vor den Feiertagen mit einem Kurs um 485 US-Dollar genannt. Zudem blieb das Analystenbild überwiegend konstruktiv, das durchschnittliche Kursziel wurde mit über 630 US-Dollar beziffert. Citigroup erhöhte das Kursziel für Alphabet auf 350 US-Dollar.
Asien: E-Mobilität im europäischen Zulassungsbild
BYD verwies auf deutlich gestiegene Neuzulassungen in Europa im November. Im selben Zusammenhang wurde berichtet, dass Tesla in Europa weiter Marktanteile abgibt; konkrete Mengen- oder Prozentangaben wurden nicht genannt. Für Tesla wurde außerdem ein Plus von mehr als 20% seit Jahresbeginn erwähnt; Rückenwind sei durch neue Kaufempfehlungen von Wedbush Securities und Mizuho gekommen, ohne dass dazu Kursziele oder ein aktueller Preis genannt wurden.
Rest der Welt: Finanzierung, Guidance und hohe Dividendenrendite
I-care meldete eine Finanzierungs- und Refinanzierungsrunde über 20 Mio. Euro und bezifferte den Unternehmenswert der Gruppe auf 1 Mrd. Euro. Marti Technologies (NYSE American: MRT) stellte für 2026 Erlöse von 70 Mio. US-Dollar in Aussicht und kündigte ein positives bereinigtes EBITDA an; zusätzlich erwartet das Unternehmen, die Prognose für 2025 zu übertreffen. J-Long Group Limited (NASDAQ: JL) veröffentlichte ungeprüfte Zahlen für die sechs Monate bis zum 30.09.2025 und berichtete ein Umsatzplus von 19,3%; außerdem wurde ein Anstieg des Adjusted EBITDA genannt, ohne Detailwerte.
LyondellBasell wurde mit einer Dividendenrendite von 12,7% hervorgehoben, ohne weitere Finanzkennzahlen oder Kursdaten. LIR Life Sciences Corp. (ISIN CA50206C1005, WKN A41QA9) bezeichnete in einer EQS-Mitteilung vom 23.12.2025 eine proprietäre Technologie als Treiber für Wachstum und verwies auf ein großes Marktpotenzial, ohne Zahlen zu Umsatz, Ergebnis oder Aktie zu nennen.
