Deutschland: Research-Impulse und Unternehmenssignale
Im Mittelpunkt mehrerer deutscher Titel standen neue Analystenurteile. Die DZ Bank setzte den von ihr angesetzten fairen Wert für 1&1 auf 25,00 Euro nach zuvor 18,50 Euro und ließ das Votum bei „Halten“; als Bezugspunkt wurde genannt, dass die Versatel-Transaktion in der Bewertung berücksichtigt ist. Für Hapag-Lloyd hielt die UBS an „Sell“ fest und beließ das Kursziel bei 100 Euro. Metzler reduzierte bei der Deutschen Pfandbriefbank das Ziel von 4,10 auf 3,80 Euro und bestätigte „Sell“. Bei Thyssenkrupp Nucera hob Deutsche Bank Research die Einstufung auf „Buy“ an, senkte jedoch das Kursziel von 12 auf 11 Euro. Bernstein Research blieb für die DHL Group bei „Market-Perform“ und nannte 42,80 Euro als Ziel.
Barclays bestätigte Rheinmetall mit „Overweight“ und einem Kursziel von 2060 Euro; der Kontext war der geplante Verkauf der Autozuliefereinheit. Bei Siemens Healthineers nahm Barclays das Ziel leicht von 61,50 auf 61,00 Euro zurück und hielt „Overweight“ im Vorfeld anstehender Quartalszahlen aufrecht.
Auf operativer Ebene wurde bei Lufthansa ein Plus von 6% beim Sitzplatzangebot auf der Langstrecke für 2026 genannt. Douglas berichtete für 2024/25 über höhere Erlöse und ein verbessertes Ergebnis, gleichzeitig wurde in der Überschrift ein Kursrückgang der Aktie thematisiert, ohne dass eine konkrete Tagesbewegung beziffert wurde. Für die Commerzbank wurde ein Jahresplus 2025 von 124% bis dato genannt. Mercedes-Benz führte Gespräche mit BNP Paribas über einen möglichen Verkauf der Leasingtochter Athlon; ein Preis wurde nicht genannt.
Europa: Luftfahrt, Luxus und Banken im Analysten-Feuer
Bei europäischen Werten kamen zahlreiche Studien-Updates. RBC erneuerte für Safran das Urteil „Outperform“ und setzte 340 Euro als Kursziel; in der Begründung wurden Überlegungen mit Blick auf 2026 angeführt. Für Airbus bekräftigte RBC ebenfalls „Outperform“ und nannte 240 Euro als Ziel, ebenfalls mit Verweis auf 2026. JPMorgan blieb für EssilorLuxottica bei „Overweight“ und stellte 345 Euro als Kursziel vor Zahlen für 2025 in den Raum.
Im Ölsektor lagen mehrere, teils deutlich auseinanderlaufende Einschätzungen zu BP vor: Barclays blieb nach einem Chefwechsel bei „Overweight“ und 590 Pence, Jefferies sah die Aktie bei „Hold“ mit 420 Pence, JPMorgan bewertete mit „Neutral“ und 480 Pence, RBC veranschlagte „Sector Perform“ und 500 Pence. Für Shell bestätigte Barclays „Overweight“ und nannte 4000 Pence als Ziel.
Im Bankensektor stufte Barclays BNP Paribas mit „Equal Weight“ ein. Jefferies bekräftigte „Buy“ und setzte 95 Euro als Kursziel; als Umfeld wurden die Athlon-Gespräche genannt. DZ Bank nahm Santander von „Kaufen“ auf „Halten“ zurück und erhöhte gleichzeitig den fairen Wert von 9,60 auf 10,00 Euro.
Bei Einzelwerten aus dem Unternehmensfluss scheiterte OMV erneut an der Marke von 50 Euro; im Hoch wurden 49,60 Euro erreicht, ehe eine Korrektur einsetzte. Novo Nordisk stand im laufenden Jahr unter Druck, was laut Text auch die kleinere Gubra belastete. LVMH kündigte an, dass Laura Burdese im kommenden Jahr die Führung bei Bvlgari übernimmt. Kitron meldete einen Auftrag über 44 Mio. Euro für Elektronikkomponenten im Umfeld von Energiespeichern und Netzstabilität.
USA: Breiter Rücksetzer, Tech in der Korrektur
Zur Wochenmitte gab der S&P 500 um 1,16% nach und schloss bei 6.721 Punkten. Gezählt wurden 256 steigende und 242 fallende Aktien; das Abwärtsvolumen machte 59% des Gesamtvolumens aus. Der Nasdaq 100 endete bei 24.648 Punkten und wurde als auf einem Drei-Wochen-Tief sowie weiterhin im Korrekturmodus beschrieben. Beim Dow Jones wurde ein Kaufsignal erst oberhalb von 48.133 Punkten verortet; als mögliches Ziel wurde 48.431 Punkte genannt.
Auf Einzeltitelebene sprang Trump Media (TMTG) im vorbörslichen Handel zeitweise um mehr als 30%, nachdem eine Fusion mit TAE Technologies vereinbart wurde, deren Wert mit über 6 Mrd. US-Dollar beziffert wurde. Morgan Stanley setzte PayPal von „Equalweight“ auf „Underweight“ herab und kürzte das Kursziel von 74 auf 51 US-Dollar; als Grund wurde eine wachsende Skepsis gegenüber dem kurzfristigen Wachstum angegeben. RBC bestätigte Boeing mit „Outperform“ und einem Kursziel von 250 US-Dollar mit Blickrichtung 2026. ServiceNow setzte einen Aktiensplit im Verhältnis 1:5 um.
Birkenstock meldete für das Geschäftsjahr 2025 Bestmarken beim Umsatz sowie einen höheren Gewinn, dennoch fiel die Aktie nach den gemeldeten Übertreffungen deutlich; in der Überschrift tauchte zudem die Formulierung „2,1 Milliarden Euro-Rakete“ auf, ohne dass der Auszug diese Zahl näher einordnet. Bei Cannabis-Aktien zogen Canopy Growth, Tilray und Aurora an, nachdem Trump eine schnellere Neueinstufung von Marihuana per Dekret in Erwägung zieht; Canopy Growth übernahm MTL Cannabis. Im Quantencomputer-Umfeld wurden D-Wave und IonQ für 2025 mit Kursgewinnen von mehreren hundert Prozent beschrieben, gleichzeitig wurden sehr hohe Bewertungen und fehlende Profitabilität hervorgehoben. Lululemon legte am Freitag um 9,6% zu; zusätzlich wurde ein Einstieg von Singer genannt. Außerdem erhöhte die EXIM Bank ihre Unterstützung für Graphite One auf 2,07 Mrd. US-Dollar.
Asien: Grab setzt Akzent bei Robotaxis
Grab aus Singapur investiert in den chinesischen Robotaxi-Spezialisten Momenta; zur Höhe des Engagements wurden keine Angaben gemacht.
Rest der Welt: Drohnenschutz-Auftrag stützt Ausblick
DroneShield erhielt einen neuen Millionenvertrag von einem europäischen Militärkunden. Damit sind nach Angaben aus dem Text 24% der geschätzten Hardware-Umsätze für 2026 abgesichert. Bell Potter bestätigte die Aktie mit „Buy“.
