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    Home»Wirtschaft & Politik»Wirtschaftsbericht: Berlin beschließt Bürokratieabbau-Paket

    Wirtschaftsbericht: Berlin beschließt Bürokratieabbau-Paket

    5. November 2025 Wirtschaft & Politik
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    Wirtschaftsbericht: Berlin beschließt Bürokratieabbau-Paket
    Wirtschaftsbericht: Berlin beschließt Bürokratieabbau-Paket

    Deutschland – Regeln lockern, Verfahren beschleunigen

    Die Bundesregierung verabschiedet ein weitreichendes Entlastungspaket zur Reduzierung administrativer Hürden und widmet dem Thema erstmals eine komplette Kabinettssitzung. Digitalminister Wildberger spricht von einer Dimension, wie sie hierzulande seit Jahren nicht zu sehen war, mit dem Ziel, Unternehmen spürbar zu entlasten und Verwaltungswege zu verkürzen. Parallel steckt das Kabinett den Rahmen für eine Work-and-Stay-Agentur ab, die internationale Fachkräfte gewinnen und langfristig binden soll. Die Monopolkommission drängt auf mehrere regionale Preisgebiete im Strommarkt, die Regierung weist das Ansinnen zurück. Armand Zorn, stellvertretender SPD-Parteichef, mahnt mehr Tempo in der Standortpolitik an und hält fest, die tatsächlichen Regierungsleistungen fielen besser aus als die öffentliche Stimmung vermuten lasse.

    Unternehmensseitig hebt Fresenius nach einem überraschend starken Vierteljahr den Jahresausblick an. Siemens Healthineers leidet unter der Zollpolitik der USA sowie Turbulenzen in China; bei Siemens steht eine Entscheidung über den verbleibenden Anteil an Healthineers an. Nervöse Reaktionen an der Börse stehen dem Wunsch des Healthineers-Vorstands gegenüber, die Bindung an Siemens zu lockern, verbunden mit dem Hinweis auf die Robustheit des Geschäftsmodells. BMW erzielt einen Milliardengewinn, liegt beim Ergebnis vor Mercedes und Audi zusammen und schneidet auch gegenüber VW und Mercedes besser ab. Trotz Belastungen durch Chipknappheit, Handelsabgaben und den China-Faktor betont der Konzern seine Widerstandskraft, während ein Autoexperte warnt, die China-Strategie könne zum Stolperstein werden. Auf dem Stahlgipfel fordert Thyssenkrupp-Managerin Ilse Henne zügige politische Entscheidungen und skizziert die Kapitalmarktfähigkeit des Stahlhandels. DeepL bringt einen autonomen KI-Agenten an den Start und positioniert sich erneut gegen große Tech-Konzerne. In der Gastronomie schildert Lorenz Strasser den Weg vom Wirt zum Technologieunternehmer, räumt frühere Schwarzgeldpraktiken in der Branche ein, nutzt KI für die Personaleinsatzplanung und unterstreicht den gestiegenen Mitspracheanspruch der Belegschaften.

    Konjunkturseitig legen die Pkw-Neuzulassungen im Oktober deutlich zu, mit besonders kräftigem Zuwachs bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen; Fachleute warnen jedoch, das Niveau liege weiterhin klar unter der Zeit vor der Krise. Eine höhere Nachfrage und bessere Auslastung heben die Geschäftserwartungen der Autoindustrie auf den höchsten Stand seit zwei Jahren, während die aktuelle Lage skeptischer bewertet wird. Nach längerer Flaute steigt der Auftragseingang in der Industrie, vor allem getrieben von einer deutlich stärkeren Auslandsnachfrage; die Gesamtlage bleibt fragil. Nahezu jedes vierte Familienunternehmen will noch in diesem Jahr Stellen streichen. Kassen zur Selbstbedienung verbreiten sich weiter, viele Kundinnen und Kunden greifen täglich dazu, dennoch bleibt die Skepsis spürbar. Shein und Temu setzen hierzulande 3,3 Milliarden Euro um und dominieren den Importhandel außerhalb der EU, wobei der Großteil der Produkte laut Bericht nicht den Unionsstandards entspricht. Ein Gehaltsreport 2025 beleuchtet Vergütungstrends in der Logistik und Unterschiede zwischen Branchen angesichts brüchiger Lieferketten. Der interaktive WiWo-Immobilienatlas bündelt Daten zu Lagequalität, Mieten und Kaufpreisen.

    Europa – Klimakurs mit Korrekturen und industrielle Bruchlinien

    Die EU will bis 2027 milliardenschwere Mittel in nachhaltigen Flugkraftstoff lenken, um Produktion und Klimaziele im Luftverkehr voranzubringen. Gleichzeitig lockern die Umweltminister das Ziel für 2040 und verschieben die Einführung unionsweiter CO₂-Preise für Heizen und Tanken auf 2028. Abgeordnete des Europaparlaments und Umweltorganisationen kritisieren die Verständigung, Wirtschaftsverbände zeigen sich zufrieden, die Autoindustrie vertritt eine abweichende Position.

    In Frankreich wird der Betrieb von Shein vorläufig gestoppt, nachdem der Verkauf von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild Kritik ausgelöst hat; weitere Vorwürfe stehen im Raum. Kurz danach eröffnet der Anbieter sein erstes Geschäft in Paris, während Kundinnen und Kunden anstehen und Demonstrierende gegen die Geschäftspraktiken protestieren; ein Wettbewerber zieht harte Konsequenzen. In Belgien ermöglicht ein Unternehmen weiterhin die Einfuhr russischen Stahls in die EU und erschwert so indirekt die europäische Aufrüstung gegen Russland. Das Joint Venture Leonardo Rheinmetall Military Vehicles erhält einen ersten Entwicklungsauftrag für einen Kampfpanzer für die italienischen Streitkräfte. Novo Nordisk startet nach Rückschlägen eine neue Offensive gegen Pfizer mit einer riskanten Abnehm-Strategie, verfehlt erneut Ziele und senkt die Prognose abermals – in einem Umfeld harten Wettbewerbs und teils illegal angebotener Präparate.

    USA – Politische Verschiebungen, Jobdaten und KI-Schock an der Wall Street

    In New York City, Virginia und New Jersey setzen sich drei Demokraten überraschend durch; wachsender Frust über Donald Trump gilt als Begründung, von Entwarnung sprechen Beobachter dennoch nicht. An einem Abend mit deutlichen Zugewinnen für die Demokraten gewinnt auch ein Kandidat namens Mamdani. US-Präsident Donald Trump nominiert den Privat-Astronauten und Musk-Vertrauten Jared Isaacman zum Chef der NASA.

    Nach massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz geraten Tech-Aktien unter Druck, weil der Boom zunehmend als Wagnis interpretiert wird; die Verkaufswelle greift auf Asien und Europa über. Die US-Privatwirtschaft schafft im Oktober 42.000 Stellen, die Veröffentlichung folgt eine Woche nach einer Zinssenkung der Federal Reserve. Die Einwanderungspolitik erschwert die Interpretation: Es entstehen weniger Jobs, während die Arbeitslosigkeit auf historischen Tiefstständen verharrt.

    Die vierte Ausgabe des FT-Nikkei-Reports analysiert Kapitalentscheidungen in den USA unter einer unberechenbaren Trump-Regierung, beleuchtet den Arbeitsmarkt, Anlagestrategien und die Reaktionen der drei großen Autohersteller auf Zölle. Das beginnende zweite Amtsjahr ist geprägt von Handelskonflikten, zahlreichen Präsidialerlassen und sinkenden Zustimmungswerten. Ford, General Motors und Stellantis verbessern ihre Aussichten trotz Zöllen, kompensieren Effekte zügig und profitieren von Entlastungen. Unternehmen überdenken Investitionen angesichts US-Zölle, die rasch wechselnde Politik mindert Planbarkeit; in einem möglichen Trump 2.0 würde der Verlust an Verlässlichkeit langfristige Strategien belasten. Bundesstaaten und Städte werben mit Steuervorteilen, Talenten sowie Anreizen, Zuschüssen und Krediten um Ansiedlungen.

    Asien – China als Techniklabor, Japan mit neuem Kurs

    BASF fährt in China einen neuen Verbundstandort schrittweise hoch – die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte, die zuvor stark umstritten war. Volkswagen entwickelt in China eigene KI-Chips für das autonome Fahren, hat bereits einen ersten Lieferzeitraum benannt und will so eine Schlüsseltechnologie selbst beherrschen, um dem Abstieg im dortigen Markt entgegenzuwirken. Japan organisiert sein Verhältnis zu den USA neu und wandelt sich von einer einst altruistischen, kooperativen Partnerschaft zu einer zunehmend transaktionalen Beziehung.

    Rest der Welt – Krypto-Druck und Strafverfolger im Einsatz

    Der Bitcoin fällt zeitweise unter 100.000 US-Dollar, der Abwärtstrend hält an und belastet den gesamten Markt für digitale Vermögenswerte. In der Operation Chargeback zerschlagen Ermittler drei internationale Netzwerke für Betrug und Geldwäsche; den Beschuldigten wird umfangreiche Geldwäsche vorgeworfen.

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