Frankfurt: DAX über 24.000, Wehrausrüster im Plus
Zum Handelsstart hielt der deutsche Leitindex dank frischer SAP-Zahlen die Zone oberhalb von 24.000 Punkten und ging mit einem Aufschlag von 0,21 Prozent bei 24.202,78 Zählern in den Tag; im weiteren Verlauf blieb die Bewegungsspanne eng, wobei die Notierungen leicht nachgaben. Aktien aus dem Bereich Wehrtechnik zogen an: Rheinmetall, RENK und HENSOLDT erzielten spürbare Zugewinne, nachdem Donald Trump ein geplantes Treffen mit Wladimir Putin abblies. TeamViewer rutschte am 23.10.2025 um 3,15 Prozent auf 6,4500 Euro ab; Barclays hält die Einstufung auf Overweight, senkte das Kursziel jedoch von 18,00 auf 10,50 Euro. WashTec kündigte am 23.10.2025 ein Rückkaufprogramm über bis zu 5,0 Millionen Euro an, veröffentlicht um 14:36 CET/CEST. RWE tendierte zeitweise schwächer, nachdem die Kaufempfehlung bei der Citigroup gestrichen wurde, ehe ein Teil der Verluste im Tagesverlauf wieder aufgeholt wurde. Bei den Einschätzungen stützte Goldman Sachs SAP mit Buy und 310 Euro, während die Analysten für Adidas die Einstufung auf Neutral bestätigten und das Ziel auf 215 Euro anhoben. UBS taxierte MTU Aero Engines mit Neutral und 400 Euro.
Kontinentale Schlaglichter: Analystenstimmen und Chipdruck
Im europäischen Technologiesektor stand STMicroelectronics im Fokus: Nach einem verhaltenen Ausblick für das vierte Quartal sackte die Aktie um mehr als zehn Prozent ab; zusätzlich wurde eine stark rückläufige Nachfrage von Tesla als Belastung für Zulieferer genannt. Das Meinungsspektrum zu Unilever reicht von UBS mit Sell und 4.120 Pence über Deutsche Bank Research mit Buy und 5.050 Pence sowie Bernstein mit Outperform und 5.900 Pence bis zu RBC mit Underperform und 3.900 Pence. Für die London Stock Exchange bestätigte RBC Outperform mit einem Kursziel von 13.200 Pence. Bei Unicredit hält Barclays an Overweight mit 71,60 Euro fest, während Deutsche Bank Research mit Hold und 64 Euro bleibt. UBS bewertet Roche mit Buy und 314 Schweizer Franken.
Wall Street im Blick: Vorgaben und Unternehmensnews
Vor Börsenbeginn deutete IG den Dow Jones Industrial 0,2 Prozent schwächer bei 46.489 Punkten an; der Nasdaq 100 wurde 0,3 Prozent tiefer auf 24.801 Punkte gestellt. Am Mittwoch beendete der Dow den Handel nach Gewinnrealisierungen 0,71 Prozent im Minus, belastet von schwachen Quartalszahlen unter anderem bei Tesla und IBM, wobei Technologiewerte besonders unter Druck standen. Moderna geriet deutlich ins Hintertreffen, nachdem in der Phase-3-Studie der CMV-Impfstoffkandidat mRNA-1647 das primäre Wirksamkeitsziel verfehlte. Apple erhielt Rückenwind durch Medienberichte über einen kräftigen Verkaufsstart der neuesten iPhone-Generation, wenngleich ein einzelnes Modell hinter den Erwartungen zurückblieb.
Asien-Pazifik: Lieferrisiken bei Halbleitern
Nexperia informierte japanische Automobilzulieferer, dass Chiplieferungen vorübergehend unzuverlässig sein könnten, und verwies auf potenzielle Verzögerungen; konkrete Zeitpläne oder Mengenangaben wurden nicht genannt.
Globales Umfeld: Angriff auf russische Raffinerie
Ein Drohnenangriff traf eine große Rosneft-Raffinerie in Rjasan und setzte Anlagen in Brand; der regionale Gouverneur meldete die Abwehr von 14 Drohnen über dem Gebiet. Der Vorfall betrifft Kapazitäten der russischen Raffinerieproduktion und steht im Kontext der Ukraine-Russland-Konfrontation.
