Deutschland: Investitionsstau, Energienetze und neue Aufträge
Die Weinlese fällt 2025 voraussichtlich größer aus als im Vorjahr, doch der Absatz bleibt stark von Importen geprägt, sodass die Kluft zwischen heimischer Erzeugung und tatsächlicher Nachfrage bestehen bleibt.
Eine exklusive Auswertung vergibt deutschen Großstädten ein schlechtes Zeugnis für zahlreiche Brücken, besonders in westlichen Regionen. Der Befund signalisiert erheblichen Modernisierungs- und Finanzierungsbedarf in der kommunalen Verkehrsinfrastruktur.
Der Netzbetreiber 50Hertz hat die Leitung zwischen Erfurt und Leipzig in Betrieb genommen. Die neue Trasse soll Engpässe verringern und die Integration erneuerbarer Erzeugung in das Stromnetz stützen.
Die Novelle des Baugesetzbuches überzeugt die Branche nicht. Spürbare Wirkungen werden erst ab 2028 erwartet, während der Begriff eines sogenannten Bau-Turbo als irreführend kritisiert wird. Gleichzeitig bindet Verwaltungstätigkeit mehr als die Hälfte der neuen Stellen, was den Ruf nach schlankeren Vorgaben verstärkt.
Die europäische Aufrüstung füllt deutsche Auftragsbücher: Rheinmetall erhält einen Auftrag in Milliardenhöhe für Radschützenpanzer. TKMS startet mit einem starken Börsengang, bezeichnet sich als führend bei konventionell betriebenen U-Booten und fertigt zusätzlich weitere Schiffstypen. Für die Perspektiven des Unternehmens könnte der US-Präsident eine maßgebliche Rolle spielen.
Die deutschen Ausfuhren von Eisen und Stahl in die USA zeigen sich bislang widerstandsfähig gegenüber seit Juni erhobenen Zusatzzöllen. Der Rückgang fällt dort geringer aus als in anderen Absatzmärkten.
In der Telekommunikation kursieren Spekulationen über eine Annäherung von Telefónica und 1&1. Ein Kauf ließe sich rechnerisch darstellen, stieße jedoch auf regulatorische Hürden. Die Branche drängt insgesamt auf Entlastungen.
Im Handel verhandelt Amazon über einen Einstieg beim Schnelllieferdienst Flink. Ein Engagement könnte das urbane Zustellnetz stärken und dringend benötigtes Kapital sichern; parallel laufen Gespräche mit weiteren Geldgebern.
Arbeitsrechtlich setzen Firmen verstärkt auf Detektive, um vermutete Manipulationen bei Arbeitszeiten aufzudecken. Wird der Verdacht bestätigt, sollen Beschäftigte die Kosten tragen. Ziel ist es, Fehlzeiten zu verringern und die Leistung stabil zu halten.
Für den Umgang mit Ratten- und Mäusegift sind strengere Anforderungen geplant. Eine Berufsgruppe soll eine Woche geschult werden, private Anwender würden ausgeschlossen. Kritiker warnen vor einem ausufernden Verwaltungsaufwand.
Eine Sonderabgabe für Vermögende stößt auf deutliche Vorbehalte. Gegner verweisen unter anderem darauf, dass der Staat nicht an Schwindsucht leide; die Diskussion bleibt kontrovers.
Beim Bürgergeld liegt der Regelsatz bei 563 Euro, der Anteil für Bildungsausgaben bei zwei Euro. Für das Jahr 2024 belaufen sich die Ausgaben auf rund 52 Milliarden Euro, wobei viele Leistungsbeziehende seit Jahren im System sind.
Die nächste Umstellung auf Winterzeit steht bevor. Die seit mehr als vier Jahrzehnten praktizierte Zeitverschiebung bleibt umstritten.
Eine Studie warnt vor hoher Abhängigkeit von China bei Medikamentenwirkstoffen. Zahlreiche Komponenten für Antibiotika und Diabetes-Mittel stammen von dort; bei einem Lieferstopp wäre ein Drittel der Bedarfe nicht ersetzbar, was die Versorgung politisch anfällig macht.
In der Unternehmenskommunikation rückt die Corporate Influencerin Lara Sophie Bothur mit 376.000 Followern auf LinkedIn weiter von Deloitte ab. Beide Seiten hatten zuvor voneinander profitiert.
Europa: Gasstrategie, Allianzen im All und Konsolidierung
Die Energieminister der EU unterstützen einen schrittweisen Ausstieg aus russischem Gas bis 2028, wobei eine Mehrheit der Mitgliedstaaten dafür plädiert, die Einfuhren schon bis Ende 2027 zu beenden. Ungarn und die Slowakei konnten sich nicht durchsetzen. Über den Umgang mit russischem Öl wird weiter gerungen.
Italiens Haushaltspolitik gilt als tragfähig, jedoch mit Fragezeichen, weil die Regierung unter Giorgia Meloni Reformen scheut und Interessengruppen schont. Das belastet die langfristige Robustheit.
Geopolitische Spannungen dämpfen chinesische Investitionen in Europa, besonders bei neuen Projekten auf der grünen Wiese. Damit schwächen sich Kapitalzufluss und Technologietransfer.
In der Raumfahrt entsteht eine europäische Sicherheitsallianz im Orbit: Leonardo, Thales und Airbus verständigen sich grundsätzlich auf ein Satelliten-Joint-Venture mit dem Codenamen Projekt Bromo, um die hiesige Position in der Fertigung zu stärken.
Airline-Chefs Carsten Spohr und Ben Smith kritisieren Wettbewerbsverzerrungen zulasten europäischer Carrier, unter anderem wegen eines speziellen Abkommens mit Qatar. Der Druck auf Netzfluggesellschaften nimmt damit zu.
Im Baustoffsektor strebt Holcim die Übernahme des deutschen Herstellers Xella mit den Marken Ytong und Silka an; eine letzte Hürde steht noch vor dem Abschluss.
Kering veräußert das Beauty-Geschäft für 4,7 Milliarden US-Dollar an L’Oréal, stellt sich strategisch auf Lizenzen um, will Verbindlichkeiten senken und das Portfolio neu ausrichten. Die Transaktion verschiebt Gewichte im europäischen Kosmetik- und Luxussegment.
Die Handelspolitik des früheren US-Präsidenten verlagert Kupfergeschäfte von der New Yorker Comex zur London Metal Exchange, die daraus einen Vorteil zieht.
USA: Cloud-Ausfall, Flugzeugbau und Rohstoffpolitik
Ein Ausfall bei Amazon Web Services sorgte für stundenlange Störungen zahlreicher Onlinedienste, darunter Snapchat, Reddit, Fortnite, Zoom, Signal und Prime Video. Auch Tinder, Slack und Steam waren betroffen, mit besonders starken Auswirkungen an der Ostküste. Nach deutlicher Erholung meldete Amazon, dass die meisten Angebote wieder laufen.
Boeing darf die Produktion der 737 Max nach bestandener Sicherheitsprüfung erneut hochfahren. Zuvor hatte die Luftfahrtaufsicht die Fertigung nach dem Verlust eines Rumpfteils im Flug vor knapp zwei Jahren zurückgefahren und Untersuchungen eingeleitet.
Die US-Regierung plant im Markt für Seltene Erden Mindestpreise, den Aufbau einer strategischen Reserve und bei Bedarf Beteiligungen an Unternehmen, um Versorgung und Preisbildung zu steuern.
Geopolitisch drängt der frühere US-Präsident den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Bedingungen des russischen Präsidenten zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren.
Asien: Konjunkturflaute in China und strategische Metalle
Chinas Wirtschaftstempo hat sich abgeschwächt: Das offizielle Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um 4,8 Prozent zu und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Immobilienkrise, Handelsstreit mit den USA und eine gedämpfte Konsumlaune belasten die Dynamik. Berichten zufolge erscheint das Jahresziel noch erreichbar, während Fachleute zusätzlichen Handlungsbedarf in Peking anmahnen. Zu den Zöllen sollen in Kürze weitere Gespräche stattfinden.
Peking setzt wirtschaftspolitische Akzente über kritische Verarbeitungskapazitäten bei Seltenen Erden. Die Ausfuhren von Magneten gingen im September um 6,1 Prozent zurück, was globale Lieferketten unter Druck setzt, da zahlreiche Hightech- und Industrieprodukte darauf angewiesen sind.
Der Kern des neuen Fünfjahresplans wird als Antwort auf den Wettbewerb mit den USA gesehen. Er stellt den Konsum in den Mittelpunkt einer von Deflation bedrohten Konjunktur, fördert Schlüsseltechnologien und zielt auf Resilienz – mit spürbaren Wirkungen bis nach Deutschland und Europa.
An den Rohstoffmärkten steigen die Kurse von Seltene-Erden-Unternehmen, da Washington und Peking Exportkontrollen als Gegengewicht einsetzen.
Weltweit: Medizintechnik, Luftfahrtkult und ökonomische Bildung
In der Medizintechnik rücken neue Herzstents in den Fokus. Sie weiten verengte Gefäße, wachsen in das Gewebe ein, heilen laut Bericht sehr gut und verursachen keine Reizungen. Das verspricht kürzere Rekonvaleszenzen und geringere Komplikationsraten.
Die Boeing 757-300 verabschiedet sich aus dem Betrieb. Für den Hersteller blieb das längste Mittelstreckenmodell eine Randnote, während es bei Condor eine tragende Rolle spielte. Manche Fans investieren 1.000 Euro, um ein letztes Mal an Bord zu gehen.
Neue Forschung belegt einen direkten Zusammenhang zwischen solider Finanzbildung und niedrigeren Kreditausfällen. Wer wirtschaftliche Grundmechanismen wie Inflation besser versteht, kann das Bruttoinlandsprodukt heben und Zahlungsausfälle reduzieren.
Ein Beitrag zur Führungspraxis betont den Erfolg durch gelebte Präsenz. Viele Verantwortliche sind selten wirklich im Moment; wer Präsenz zur Routine macht, erzielt größere Wirkung und erhält eine konkrete Anleitung für die Umsetzung.
Ein Ranking summiert die zehn teuersten Autos des Jahres 2025 auf über 130 Millionen Euro und zeigt die jeweiligen Modelle auf.
Ein Newsletter berichtet über den Wahlsieg eines zentristischen Kandidaten in Bolivien.
