Frankfurt im Aufwind: Siemens setzt Akzent
Der Leitindex startete mit einem Plus von 0,28 Prozent bei 23.601,19 Punkten und lag nach der ersten Stunde bei 23.644,97 Zählern, was einem Zuwachs von 0,47 Prozent entspricht. Der MDax bewegte sich kaum und wurde bei 30.041,11 Punkten mit einem leichten Anstieg von 0,02 Prozent gesehen.
Im Xetra-Handel rückte Siemens um 2,32 Prozent auf 229,00 Euro vor und überwand dabei erneut die gleitenden Durchschnitte über 21 und 50 Tage. Der Titel führte das DAX-Feld an, befeuert durch am Vortag veröffentlichte geschäftliche Signale sowie Debatten um eine mögliche Herausnahme der Medtech-Sparte aus dem Konzernkreis.
Auf der Analystenseite setzte UBS das Kursziel für Rheinmetall von 2.200 auf 2.500 Euro herauf und bestätigte die Kaufempfehlung. Warburg Research senkte bei Evonik die Zielmarke von 22,70 auf 20,40 Euro und blieb bei Hold, während für Knorr-Bremse das Ziel leicht von 91 auf 92 Euro angehoben wurde bei einer Buy-Einschätzung. Berenberg reduzierte das Evonik-Ziel auf 16 Euro mit fortgesetztem Hold, und JPMorgan kappte Evonik auf 20,00 Euro bei Overweight sowie Knorr-Bremse auf 92 Euro mit dem Votum Neutral.
Verbio meldete für das vierte Quartal Erlöse von 433,4 Millionen Euro, ein Anstieg um 27,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, weitgehend deckungsgleich mit den Prognosen und unterstützt durch den Hochlauf der Kapazitäten in Nevada. Klöckner wurde bei 5,74 Euro gehandelt, was einem Tagesplus von 0,15 Euro entspricht. Eine meldepflichtige Transaktion weist einen Erwerb durch Dr. Christoph Jurecka bei der Münchener Rück aus; Angaben zu Stückzahl und Volumen lagen nicht vor.
Kontinentale Impulse: Luxus, Luftfahrt, Prüfkonzern
EssilorLuxottica legte im frühen Handel um 2,6 Prozent auf 273 Euro zu; seit Anfang Juli summiert sich die Performance auf etwa plus 17 Prozent. RBC belässt das Kursziel bei 305 Euro mit Outperform, und Jefferies bestätigt 300 Euro bei Buy.
Deutsche Bank Research hob für Airbus die Zielmarke von 186 auf 209 Euro an und bekräftigte Buy. Als Begründung wurden anhaltende operative Stärke und Fortschritte bei den Jahresvorgaben angeführt. Zudem nannte SGS den 29. Januar 2026 als Termin für die Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Baar.
Groupama berichtete für das Halbjahr Prämienzuflüsse von 12,9 Milliarden Euro, ein Plus von 7,1 Prozent. Die Versicherungserlöse nach IFRS 17 beliefen sich auf 8,3 Milliarden Euro, der Nettogewinn auf 450 Millionen Euro, entsprechend einem Zuwachs von 13 Prozent. Das ökonomische Betriebsergebnis lag bei 503 Millionen Euro. Wachstum wurde in Schaden/Unfall um 6,4 Prozent, in Gesundheit/Schutz um 7,3 Prozent sowie im Bereich Sparen/Altersvorsorge um 9,1 Prozent ausgewiesen.
US-Schlaglichter: Softwareauftrag, Fördergelder, Politik
Das Verteidigungsministerium der USA vergab einen Auftrag im Festpreisformat über 1 Milliarde US-Dollar für eine Endnutzer-Lizenzvereinbarung des RISE-Portfolios von SAP im Umfeld der US Army; laut Überschrift schwächte sich die Aktie trotz des Zuschlags ab. Zusätzlich erhielt IperionX 25 Millionen US-Dollar aus dem IBAS-Programm, ergänzend zu zuvor 47,1 Millionen US-Dollar, zur Beschleunigung des Ausbaus der Titanproduktion und zum Aufbau inländischer Kapazitäten.
Außerdem wurden 100-Prozent-Zölle auf Arzneimittelimporte ab dem 1. Oktober angekündigt, was branchenweit Sorge vor Folgekosten auslöste. Die Paccar-Aktie verzeichnete am 26.09.2025 einen Tagesgewinn von 4,71 Prozent.
Asien im Fokus: Plattform und Tech-Dienste
Für die Kurzvideo-Plattform wurde eine Übergangsfrist von 120 Tagen gewährt, die im Zusammenhang mit einer geplanten Abspaltung des US-Geschäfts steht; im Umfeld der Oracle-Diskussion wurde ein Kursrückgang der betreffenden Aktie berichtet. Darüber hinaus stellt Microsoft dem israelischen Verteidigungsministerium ausgewählte Cloud- und KI-Angebote nicht länger bereit; die Mitteilung erfolgte in der Nacht auf Freitag.
Globales Panorama: Flottenkauf und Industrie
Turkish Airlines einigte sich mit Boeing auf eine Erweiterung der Langstreckenflotte um 75 Maschinen der Typen 787-9 und 787-10, davon 50 feste Bestellungen und 25 Optionen. In Berichten ist zudem von einem Rahmen bis zu 225 neuen Boeing-Flugzeugen die Rede.